Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie

Die Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie wurde im Jahr 1997 eröffnet. Sie stellt mit mehr als 50 Betten eine der größeren Einrichtungen der Fachrichtung in Deutschland dar und repräsentiert zusammen mit der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie den Kernbereich der BG Klinik Tübingen. Die Klinik leistet seit ihrer Gründung einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung von Unfallverletzten aus dem gesamten südwestdeutschen Raum.

Im Kernbereich erfolgt die Versorgung aller Verletzungen und Erkrankungen der Hand. Knochenbrüche, Band-, Sehnen- und Nervenverletzungen werden auf höchstem Niveau behandelt. Ein 24h-Replantationsdienst versorgt Amputationsverletzungen aller Art.

Zur Klinik gehört ein Verbrennungszentrum, welches überregional und auch international bedient wird und in hoher Frequenz vom luftgebundenen Rettungsdienst angeflogen wird.

Die Klinik bietet das gesamte Spektrum der Wiederherstellungschirurgie an, um den Erhalt von Gliedmaßen nach Tumor oder Trauma zu gewährleisten. Von auswärts werden Patienten mit ausgedehnten Knochen- und Weichgewebsdefekten nach Unfallverletzungen, Bestrahlungen oder postoperativen Wundinfektionen zugewiesen. Des Weiteren zählen auch rekonstruktive Maßnahmen nach Verlust oder Deformität der weiblichen Brust zum Spektrum der Klinik. Hierbei besteht eine enge Kooperation mit verschiedenen Kliniken und Institutionen der Universität Tübingen, was die überregionale Bedeutung der Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie untermalt. In diesem Zusammenhang ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen zur höchstmöglichen Qualität der Patientenversorgung sehr wichtig.

In der ästhetischen Chirurgie werden alle formenden und straffenden Verfahren im Gesicht-, Brust-, Bauch- und Extremitätenbereich sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt, inklusive spezieller Filler- und Botox-Sprechstunden sowie Laseranwendungen. Weiterhin verfügt die Klinik über eine ausgewiesene Expertise im Bereich der sekundären ästhetischen Chirurgie nach Komplikationen auswärtig durchgeführter Eingriffe.

Patienten mit Lähmungen im Bereich der Extremitäten kann durch spezielle Techniken der Gewebeverpflanzung, Nerventransplantation oder Sehnenumlagerungen geholfen und damit die Lebensqualität entscheidend verbessert werden. Auch angeborene, kindliche Fehlbildungen werden in vollem Umfang in der Klinik korrigiert.

Die Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie stellt den Lehrstuhl für Plastische Chirurgie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. In enger Kooperation mit unterschiedlichen Fachdisziplinen der Universität erfolgt eine effiziente Patientenversorgung auf höchstem Niveau sowie ein reger wissenschaftlicher Austausch. Die Klinik nimmt ihren universitären Auftrag in Lehre und Forschung wahr und bildet täglich Studenten unterschiedlicher Semester aus. Derzeit befinden sich 12 Assistenzärzte zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie bzw. Fachärzte in der Zusatzausbildung zum Handchirurg. Es besteht eine hohe Präsenz auf nationalen und internationalen Kongressen mit Vorträgen und Postern.