Der osteoporotische Knochenbruch ist sehr häufig die Folge eines banalen Sturzes, der sich meist in der häuslichen Umgebung ereignet. Der Sturz ist aber nicht die eigentliche Ursache des Knochenbruchs, vielmehr ist er der Auslöser. Ein gesunder Knochen würde bei dieser Art von Stürzen nicht brechen. Bei der Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, liegt ein kranker Knochen vor. Hierbei hat der Knochen seine Festigkeit weitgehend verloren, und kann selbst geringen Belastungen nicht mehr standhalten. Ein osteoporotisch veränderter Knochen ist die Vorraussetzung für diese Art von Knochenbrüchen.
Der Bruch betrifft in ca. 80 % der Fälle den hüftnahen Oberschenkel (Schenkelhalsbruch), den Ober- bzw. Unterarm oder die Wirbelsäule, aber auch andere Knochenregionen können davon betroffen sein.
Trotz der modernen Möglichkeiten der Knochenbruchbehandlung mit rascher Operation und stabiler Osteosynthese (Verschraubung oder Nagelung des Knochens) oder belastungsfähiger Endoprothese (künstliches Gelenk) bedeutet ein osteoporotischer Knochenbruch für viele Patienten neben der Schmerz und der Notwendigkeit des Krankenhausaufenthaltes den Verlust der Selbstständigkeit und oftmals auch mitunter lebensbedrohliche Komplikationen.

