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30.Jul.2010

Forschungsprojekte 2009

  • Beugesehnen-Studie
    Untersucht wird der Einfluss der Prozess- und Ergebnisqualität der Behandlung auf die Kosteneffektivität der Heilbehandlung von Patienten mit Beugesehnen-Verletzungen.


  • Einfluss der Arachidonsäure und ihrer 5-Lipoxygenase-Metaboliten auf die Pathomechanismen des primären und sekundären Ischämie-Reperfusionsvorgangs beim freien mikrovaskulären Gewebetransfer
    (Forschungsprojekt in Kooperation mit dem Institut für Klinische Anatomie des Universitätsklinikums Tübingen)

    Ziel dieser anatomischen und klinischen Studie ist es, physiologische Eigenschaften des Perforatorlappens (freie Lappenplastik, die nur über die kleinsten, die Haut ernährenden Gefäße versorgt wird, wodurch Muskelgewebe nicht miteinbezogen werden muss) genauer zu untersuchen. Neben einem detaillierten Gefäßverlauf wird unter anderem das Verhalten des Lappens in Bezug auf den Durchblutungsprozess als Einflussgröße für den Operationserfolg evaluiert.


  • Prospektive Untersuchung zum Einfluss von Antibiotika auf den postoperativen Verlauf einfacher Handinfektionen
    Die kllinische Wertigkeit sowohl einer kombinierten systemischen und lokalen als auch einer reinen lokalen Antibiotikatherapie wird mit dem reinen chirurgischen Debridement ohne jegliche begleitende antibiotische Therapie verglichen. Die Infektlokalisation (Daumen, Langfinger oder Mittelhand) und die Infektschwere (nicht eitrig oder eitrig) werden mitberücksichtigt.


  • Klinisch orientierte Grundlagenforschung der körpereigenen Fettgewebszüchtung zur Therapie von Weichteildefekten
    Untersucht wird die Regulation des Entwicklungsprozesses von Gefäßstrukturen und Fettgewebe in vitro und mit Hilfe einer Wachstumskammer im Tiermodell. Hierbei werden neue Biomaterialien entwickelt, welche eine natürliche Matrix für das Gefäß- und Fettgewebewachstum darstellen. Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Herstellung eines besseren Therapieverfahren zur körpereigenen Weichteildefektdeckung für die klinische Anwendung.
    (Das Projekt wird in Kooperation mit dem Zentrum für Regenerationsmedizin und Med. Klinik IV des Universitätsklinikums Tübingen durchgeführt.)


  • Gen- und Proteinexpressionsanalyse der frühen Phase der peripheren Nervenregeneration im N. medianus-Rattenmodel
    Das Ziel dieser Arbeit liegt in der Entschlüsselung Molekularmechanismen die während der Regeneration ablaufen. Hierzu werden Proben vom Rattennerv nach Durchtrennung und mikrochirurgischer Naht sowie nach Defektdurchtrennung ohne Kontinuitätswiederherstellung zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit intaktem Nervengewebe verglichen. Die Analyse erfolgt mittels der Microarraytechnologie auf mRNA-Ebene und mittels einer speziellen spektrometrischen Analyse auf Proteinebene.


  • Der Einfluss neuronaler guidance Moleküle auf die periphere Nervenregeneration
    Es wird der Einfluss von Netrin-1, Neogenin, unc5a und RGMa auf die periphere Nervenregeneration am Nervus medianus analysiert (Tiermodell).


  • Regeneration peripherer Nerven durch Verwendung genetisch modifizierter Schwann-Zellen
    Ziel dieses Projektes ist die Identifizierung bisher unbekannter neurotropher Faktoren sowie die genetische Transfektion (Einbringen von Fremd-DNA) von Schwann-Zellen (Hüll- und Stützzellen) mit selbigen. Diese genetisch modifizierten Schwann-Zellen sollen in einem weiteren Schritt zur Herstellung bioartifizieller Nervenleitschienen verwendet und deren Effizienz im Tiermodell getestet werden.


  • Entwicklung dermalen Ersatz durch neue Tissueengineering-Verfahren:
    Trotz des enormen Fortschritts in der Medizin gibt es hier bis heute noch keinen befriedigenden Hautersatz, der einen frühen und dauerhaften Verschluss von offenen Wunden ermöglicht. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir gemeinsam mit dem Zentrum für Regenerative Medizin und Institut für Anatomie- Experimentelle Embryologie und Tissue
    engineering - der Universität Tübingen an einer neuen extrazellulären Matrix, die eine Neuentwicklung in Bezug auf ihre Zusammensetzung, Herstellung und physikalischen Eigenschaften aufweist. Die Matrix bietet außerdem einmalige Voraussetzungen für die Entwicklung eines körpereigenen Hautersatzes, der sowohl die oberste Hautschicht, die so genannte Epidermis, als auch die tiefer liegende Schicht der Dermis ersetzt und eine Wundheilung herbeiführen könnte.


  • Untersuchung der äthiopathogenetischen Bedeutung von intrinsischen und extrinsischen Faktoren auf Knochenumbau bei der Mondbeinnekrose
    Ziel des Projektes ist es, die Ursachen der Lunatumnekrose (Durchblutungsstörung der Handwurzelknochen) besser zu verstehen. Klinische, arbeitsmedizinische, radiologische, histologische und molekularbiologische Messdaten sollen helfen, die Pathophysiologie der Lunatumnekrose aufzuklären und den Zusammenhang zwischen Vibrationen, Trauma, Ischämie, Ellenverkürzung und dem Krankheitsgeschehen zu beleuchten.


  • Kahnbeinstudie
    Untersucht wird die Ergebnisqualität der unterschiedlichen Operationsverfahren bei der Kahnbeinpseudarthrose (Ausbleiben der knöchernen Konsolidierung eines Bruchs am Handwurzelknochen), um dem Patienten ein Therapieoptimum anbieten zu können.


  • Die SL Fusion als mögliche Behandlungsalternative bei der alten skapho-lunären Bandruptur
    Untersucht wird die mögliche Behandlung älterer SL Bandrupturen (Rupturen des stabilisierenden Bandes zwischen den Handwurzelknochen) durch eine Fusion der Handwurzelknochen als Alternative gegenüber traditionellen Verfahren.


  • Vergleich der Fallpauschalensysteme in Europa
    Die häufigsten handchirurgischen DRGs werden mit den entsprechenden Fallpauschalensystemen im europäischen und außereuropäischen Ausland verglichen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Vergütung, wobei länderspezifische Besonderheiten und Kaufkraftparitäten berücksichtigt werden. Ziel ist die Abbildung der Vergütungssituation in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern, auch im Zeitverlauf.


  • Klinische und radiologische retrospektive Studie zur Untersuchung der Ätiopathogenese und der Therapieergebnisse der Lunatumnekrose
    Der Ergebnisse verschiedener Operationsverfahren zu Behandlung einer Mondbeinnekrose der Patienten der BG Unfallklinik Tübingen zwischen 1993 und 2009 sollen systematisch evaluiert werden. Da die Ursachen der Lunatumnekrose aktuell nur lückenhaft erforscht sind und kontrovers diskutiert werden, soll die Exposition gegenüber möglicher Risikofaktoren untersucht werden. Folgende Fragen werden diskutiert:
    Welchen Risikofaktoren werden Patienten mit Mondbeinnekrosen häufig ausgesetzt?
    Wie sind die Langzeitergebnisse operativ behandelter Patienten mit Lunatumnekrose in unterschiedlichen Stadien?


  • Internationaler Vergleich der handchirurgischen Erfahrungswerte über Ursache, Diagnose und Therapie der Mondbeinnekrose und Gegenüberstellung mit den epidemiologischen Forschungsergebnissen der BG Unfallklinik Tübingen
    Im Rahmen einer demoskopischen Erhebung in Frankreich und Deutschland sollen unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der Ätiologie, Diagnose, und Therapie der Kienböck’schen Erkrankung untersucht werden. Ferner wird ein standardisiertes Erhebungsinstrument überprüft um Erkrankungsrisiken der Kienböck’schen Erkrankung zu untersuchen. Ein Vergleich der erhobenen Daten soll helfen neue Hypothesen über die Ursachen der Mondbeinnekrose zu generieren.
    Folgende Fragen werden erörtert:
    Welche Diagnostischen Mittel werden am häufigsten eingesetzt?
    Gibt es Unterschiede hinsichtlich der Therapieempfehlungen unter Handchirurgen?
    Welche Hypothesen zur Ursache der Lunatumnekrose sind am weitesten verbreitet?
    Entsprechen gängige Hypothesen zur Ursache der Lunatumnekrose den Erfahrungswerten der BG Unfallklinik Tübingen?
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