Kooperationen
Oberschwaben Klinik Ravensburg
Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen und die Oberschwaben Klinik GmbH betreiben seit Anfang 2010 im Krankenhaus St. Elisabeth in Ravensburg gemeinsam eine Abteilung zur Behandlung von Patienten der gesetzlichen Unfallversicherung. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die im Sozialgesetzbuch VII festgeschriebene Rehabilitation von Patienten der gesetzlichen Unfallversicherung flächendeckend auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Durch die neue Kooperation wird die Heilverfahrenssteuerung berufsgenossenschaftlich versicherter Patienten weiter optimiert. Hiervon sind für die Unfallversicherungsträger Senkungen der Gesamtfallkosten zu erwarten.
Mit der engen Zusammenarbeit von Medizinern, Therapeuten und Pflegekräften beider Häuser wollen die neuen Kooperationspartner gewährleisten, dass die Patienten der gesetzlichen Unfallversicherung aus der Region Oberschwaben im Krankenhaus St. Elisabeth zukünftig eine Behandlung erhalten, die auf der Grundlage der Versorgungsstandards der Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken basiert.
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Die BGU Tübingen arbeitet bereits seit ihrem Bestehen eng mit der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zusammen. Seit 1997 nimmt die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik im Rahmen des so genannten „Tübinger Modells“ die Aufgaben der Unfall- sowie der Hand-, Plastischen- und Verbrennungschirurgie in Patientenbehandlung, Forschung und Lehre für die Universität wahr. Prof. Dr. Kuno Weise und Prof. Dr. Hans-Eberhard Schaller wurden zu Ordinarien ernannt. Die Universität verzichtet auf den Betrieb einer eigenen Unfallchirurgie.
2006 wurde diese bewährte Zusammenarbeit weiter ausgebaut und der stationäre Bereich der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Tübingen erfolgreich in die BGU Tübingen integriert. Die Klinik passt hervorragend in das Leistungsspektrum der BGU als unfallmedizinische Einrichtung mit Maximalversorgungsauftrag und ergänzt bestens die interdisziplinär ausgerichtete Heilbehandlung Unfallverletzter.
Neben der fachübergreifenden medizinischen Versorgung und gegenseitigen Beratung bei klinischen und gutachtlichen Fragen erleichtert die Kooperation auch die Zusammenarbeit im Rahmen von Ausbildungsangeboten oder Ausbildungsstätten mit wechselnden Einsatzorten, z. B. für Pflegepersonal, OP-Personal bzw. die Schule für Physiotherapie. Zahlreiche Projekte in Wissenschaft und Forschung fördern den Wissenstransfer zwischen den Partnern.
Die Abteilung für Radiologische Diagnostik der BG-Unfallklinik wird von Herrn Prof. Dr. C.D. Claussen, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Radiologische Diagnostik der Universität Tübingen geführt.
BG Unfallklinik Ludwigshafen
Mit unserer Schwesterklinik besteht ein enger Kontakt.
Regelmäßig werden Video-Konferenzen zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion spezieller Fälle abgehalten.
Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen (NMI)
In enger Zusammenarbeit mit dem NMI wird die autologe Knorpelzell-Züchtung einschließlich der Grundlagenforschung vorangetrieben. Die erst Mitte der neunziger Jahre entwickelte Methode der autologen Chondrozyten-Transplantation (ACT) ermöglicht eine biologische Rekonstruktion von lokal begrenzten Knorpeldefekten. Gemeinsam mit den Teams des NMI wird daran gearbeitet, dieses Verfahren zur biologischen Rekonstruktion so zu verbessern, dass zukünftig auch degenerative Knorpelerkrankungen behandelt werden können.
Internationale Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO)
Die AO ist ein weltweites führendes Wissensnetzwerk renommierter Fachärzte für Traumatologie und Erkrankungen des Bewegungsapparates. In der klinischen und wissenschaftlichen Forschung wie die Entwicklung und Überprüfung zukunftsweisender Osteosynthesemethoden (operative Knochenbruchbehandlung) steht sie international an der Spitze. Die BGU Tübingen wirkt hier intensiv mit, unter anderem in den AO-Projektgruppen für wissenschafliche Fragestellungen. Innovative Entwicklungen werden vorangetrieben, neue und optimierte Behandlungsverfahren kann die Klinik damit frühzeitig ihren Patienten anbieten.
Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler
Seit 2007 kooperiert die BGU Tübingen mit der Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler. Die Kooperation umfasst die Erbringung der "Frühstationären Weiterbehandlung (FSW)". FSW ist ein kostengünstiges stationäres Angebot für Patienten nach Abschluss der Akutbehandlung, für die ein intensives Rehabilitationsprogramm noch nicht möglich ist.

