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30.Jul.2010

Ablauf einer Allgemeinanästhesie/Vollnarkose

Was passiert bei einer Vollnarkose?

Die Allgemeinanästhesie (= Vollnarkose) ist heute so sicher wie nie zuvor.

Durch die Entwicklung neuer, gut steuerbarer Medikamente und die sorgfältige Überwachung des Patienten mit moderner Medizintechnik, treten ernst zu nehmende Komplikationen nur noch äußerst selten auf. Auch die Verträglichkeit der Narkose konnte deutlich verbessert werden. Die Patienten erwachen wesentlich schneller, Übelkeit und Erbrechen treten seltener auf.

Die Narkose basiert auf drei Säulen:
| Bild: Die Säulen der Narkose
Die Säulen der Narkose
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Schmerzmittel
- Intravenös oder als Narkosegas verabreicht

Schlafmittel
- Intravenös und / oder als Narkosegas verabreicht

Entspannungsmittel
- Intravenös verabreicht


Die Vorbereitungen

Vor Beginn der Narkose muss ein Venenzugang zur Verabreichung der Medikamente gelegt werden. | Bild: Venöser Zugang
Venöser Zugang
|













| Bild: Basismonitoring
Basismonitoring
|
Anschließend werden die Überwachungsgeräte angeschlossen.

Der Patient wird während einer Vollnarkose mit Hilfe hochentwickelter Medizintechnik sehr sorgfältig überwacht.
Generell wird bei jeder Narkose kontrolliert:

- EKG (Registrierung der Herzschläge)
- Pulsoxymetrie (Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut)
- Kohlendioxidgehalt der Ausatemluft (ein wichtiger Messwert für die Narkosesicherheit)
- Blutdruckmessung alle 3-5 Minuten


Bei komplizierten Eingriffen werden zusätzlich überwacht:

- Körpertemperatur
- Blutdruck (kontinuierlich durch Punktion einer Schlagader)
- Zentraler Venendruck
- Laboranalysen (Sauerstoffversorgung, Blutfarbstoff, Elektrolyte)


Jetzt wird´s ernst – die Narkose beginnt

| Bild: Sauerstoffgabe
Sauerstoffgabe
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Wenn die Messwerte in Ordnung sind, erhält der Patient über eine Gesichtsmaske Sauerstoff.

| Bild: Das Schlafmittel wird gespritzt
Das Schlafmittel wird gespritzt
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Über die Vene werden ein Schmerzmittel, ein Einschlafmedikament und ggf. ein Muskelerschlaffungsmittel gespritzt.

Die Anästhesie schaltet nicht nur das Schmerzempfinden aus, sondern auch die Schluck- und Hustenreflexe.
Zunge, Hals und Rachen erschlaffen und können evtl. die Atmung behindern.
Um dies zu vermeiden und um die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff zu gewährleisten, müssen während der Narkose die Atemwege mit Hilfsmitteln gesichert werden.
Gleich nach dem Einschlafen wird deshalb ein Beatmungsschlauch angelegt und der Patient an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Heute existieren zwei Varianten des Beatmungsschlauches:

| Bild: eingelegter Tubus in der Luftröhre am Modell
eingelegter Tubus
in der Luftröhre
|

Tubus = Beatmungsschlauch, der in Narkose in die Luftröhre eingeführt wird und damit die Atemwege schützt







| Bild: |
Larynxmaske = Beatmungsschlauch, der im Rachen vor dem Kehlkopfeingang in Position gebracht wird
Wie geht es weiter?

Während der Operation erfolgt eine lückenlose Überwachung des Patienten.

Besonders wird auf stabile Kreislaufverhältnisse geachtet (Zufuhr von Elektrolytlösungen, Plasmaersatzmitteln und ggf. Blut).
Mit den modernen Narkosemedikamenten/ Narkosegasen erlangt der Patient nach OP-Ende schnell wieder das Bewusstsein und der Beatmungsschlauch kann rasch entfernt werden.
Im Aufwachraum erfolgt noch eine Nachbeobachtung des Patienten, bis er schmerzfrei ist und die geistige Leistungsfähigkeit wiederhergestellt ist.
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