Pressemitteilung
05.03.2012Hanse-Pflegepreis ging nach Tübingen
Sabine Dorn, Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik), wurde der renommierte Hanse-Pflegepreis für die beste pflegewissenschaftliche Arbeit verliehen. Die Preisübergabe fand am 24. Februar auf dem 22. Symposium Intensivmedizin und Intensivpflege in Bremen statt.
Mit ihrem Vortrag unter dem Titel „Vergleich von Scores zum Erfassen von Schmerz und Sedierungstiefe beim schwerbrandverletzten Erwachsenen“ konnte Sabine Dorn die Jury überzeugen und sich erfolgreich gegen die anderen Nominierungen durchsetzen. Der Hanse-Pflegepreis ist mit 2000 € dotiert.
Grundlage ihres Vortrages war eine umfangreiche Studienarbeit, die Dorn im Rahmen ihres Studiums an der Steinbeis Hochschule Berlin erstellt hat. Sie studiert dort den Bachelorstudiengang ‚Intensive Care Practitioner‘, der sie zur Ausübung hochspezialisierter Tätigkeiten im intensivmedizinischen Bereich qualifiziert. Parallel hierzu absolviert sie die zweijährige Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivpflege.
Der Hanse-Pflegepreis für pflegewissenschaftliche Arbeiten wird vom Wissenschaftlichen Verein zur Förderung der klinisch angewendeten Forschung in der Intensivmedizin e.V. gestiftet und jährlich im Rahmen des Bremer Intensivkongresses verliehen.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 10.000 Patienten stationär und rund 28.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 11.000 operative Eingriffe durch. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
Pressekontakt:
Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sven Sender / Petra Speicher
Tel.: 07071 / 606 – 1607, - 1689
Fax: 07071 / 606 - 1602
ssender@bgu-tuebingen.de
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29.02.2012
Siegfried Weller Institut feierlich eröffnet
In der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) wurde heute das Siegfried Weller Institut für Unfallmedizinische Forschung feierlich eröffnet. Das Institut beherbergt die neuen Forschungslabore der BG Klinik. Namensgeber ist Professor Dr. Dr. hc. mult. Siegfried Weller, ehemaliger langjähriger Ärztlicher Direktor der BG Klinik.
Zahlreiche Ehrengäste und Freunde der BG Klinik aus der ganzen Bundesrepublik haben sich heute auf den Schnarrenberg eingefunden, um an der feierlichen Eröffnung des Siegfried Weller Instituts für Unfallmedizinische Forschung teilzunehmen. Im Rahmen des Festakts erfuhren Sie, welche große Bedeutung die Forschung für die BG Klinik und ihren Träger heute und in Zukunft haben wird. Im Anschluss daran konnten sie den neuen Forschungsbereich im Rahmen einer Führung selbst in Augenschein nehmen.
Neuer Schwerpunkt Forschung
Seit April letzten Jahres ist Universitätsprofessor Dr. Ulrich Stöckle Ärztlicher Direktor der BG Klinik und gleichzeitig Ordinarius für Unfallchirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Mit seiner Amtsübernahme wurde die Bedeutung der universitären Forschung und Lehre in der BG Klinik deutlich aufgewertet, sichtbar dokumentiert in der von ihm initiierten Einrichtung der Abteilung für Unfallmedizinische Forschung an der BG Klinik. „Unser Ziel ist es, fächerübergreifend mit allen Abteilungen unserer Klinik Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben“, erklärte Stöckle. „Dies geschieht in enger, vertrauensvoller Kooperation mit dem Universitätsklinikum Tübingen, Forschungsinstituten und Forschungsabteilungen regional angesiedelter Firmen.“
Siegfried Weller Institut
Benannt wurde der neue Forschungsbereich nach dem langjährigen ehemaligen Ärztlichen Direktor der BG Klinik, Professor Dr. Dr. hc. mult. Siegfried Weller, der die BG Klinik sowie die nationale und internationale Unfallchirurgie über Jahrzehnte hinweg wesentlich beeinflusst hat. „Siegfried Weller hat sich immer wieder eingesetzt für die Verbindung von Klinik und Forschung, um ausgehend von einem klinischen Problem über die Forschung tragfähige Lösungen zu erreichen“, sagte Professor Ulrich Stöckle. „Wir sind daher sehr froh und empfinden es als außerordentliche Ehre, dass unser Forschungsinstitut seinen Namen tragen wird.“
Unfallmedizinische Forschung
Leiter des Instituts ist Professor Dr. Andreas Nüssler (52). Er koordiniert zukünftig sämtliche unfallchirurgischen Forschungsaktivitäten der BG Klinik. Der Pharmazeut und Humanbiologe ist seit 27 Jahren im In- und Ausland in der Forschung tätig. Seit 2007 arbeitet er eng mit Professor Stöckle zusammen. „Wir wollen neben der klinischen Forschung auch die experimentelle und die Grundlagenforschung in der BG Klinik etablieren“, betonte Nüssler. „Hierbei werden wir uns intensiv mit Fragen des Knochenstoffwechsels befassen.“ Nüssler versteht sich selber als Forschungs-Manager, der verschiedenste Forschungsaktivitäten fächerübergreifend bündelt und koordiniert, Forschungsgelder einwirbt sowie richtungsweisende Impulse für die Entwicklung der Forschungsaktivitäten der BG Klinik setzt. „Besonders wichtig ist uns die Vernetzung mit anderen Forschungseinrichtungen, insbesondere auch den Forschungsabteilungen anderer BG Kliniken“, erklärte Nüssler. Mit der BG Klinik in Ludwigshafen laufe bereits ein gemeinsames Projekt im Bereich der Knochenheilung bei kritischen Defekten. Im Siegfried Weller Institut leitet Nüssler ein Team von elf Mitarbeitern, darunter Biotechnologen, Biologen, Biochemiker und Technische Assistenten. „Wir wollen zukünftig auch in der Klinik tätigen Ärzten die Möglichkeit eröffnen, hier im Institut im Rahmen einer mehrmonatigen Freistellung reine Forschungsarbeit zu machen“, berichtet Nüssler.
Feierliche Eröffnung
Zahlreiche Gäste aus Medizin, Forschung und dem Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung haben heute Nachmittag am Festakt der BG Klinik teilgenommen. Grußworte überbrachten unter anderem Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer sowie Reinhard Nieper, Geschäftsführer des Klinikverbunds der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Tafel mit dem Namen des Instituts, die zukünftig den Eingang zum Forschungsbereichs der BG Klinik zieren wird, wurde von den Professoren Weller und Stöckle unter großem Beifall der Gäste und Mitarbeiter der Klinik gemeinsam enthüllt.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 10.000 Patienten stationär und rund 28.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 11.000 operative Eingriffe durch. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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23.01.2012
„Wir stärken Ihnen den Rücken“
Das BG 5-Säulen Rückenkonzept
Am Montag, den 30.01.2012 veranstaltet die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) von 18.30 bis 20.30 Uhr ihren 6. BG Gesundheitstag. Der Patienteninformationstag steht unter dem Titel „Wir stärken Ihnen den Rücken“ - Das BG 5-Säulen Rückenkonzept. Patienten und Interessierte können sich bei Kurzvorträgen über das Thema Rückengesundheit informieren und direkt mit den Ärzten und Physiotherapeuten der Klinik austauschen. Anschließend können sie die Räume und speziellen Trainingsgeräte des ambulanten Therapiezentrums der BG Klinik besichtigen.
Wir würden uns sehr freuen, Sie am 30.01.2012 als Gast der BG Klinik begrüßen zu dürfen.
Hintergrund 1
Die Diplom-Sportlehrer des ambulanten Therapiezentrums der BG Klinik haben ein spezielles Behandlungskonzept entwickelt, das auf fünf starken Säulen basiert – das BG 5-Säulen Rückenkonzept.
Seit langem zählen Rückenbeschwerden zu den größten Gesundheitsproblemen in Deutschland und verursachen die meisten Arbeitsunfähigkeitstage. „Sie gehören hierzulande neben Kopfschmerzen zu den häufigsten Schmerzproblemen. Immerhin leiden etwa 60 bis 75 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben an starken Rückenbeschwerden“, berichtet Privatdozent Dr. Andreas Badke, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie an der BG Klinik. Christof Ziegler, Leiter des Ambulanten Therapiezentrums der BG Klinik, ergänzt: „Wir leben in einer Gesellschaft von Viel-Sitzern. Doch die Natur hat den menschlichen Organismus nicht zum Sitzen geschaffen. Statistiken belegen, dass bei vielen Rückenschmerzpatienten eine deutliche Schwäche der Rückenmuskulatur vorliegt. Und eben darin liegt sowohl das Problem, als auch dessen Lösung.“
Wenn die durch Bewegungsmangel hervorgerufene reduzierte Kraft und Beweglichkeit einzelner oder mehrerer Rückenmuskeln für die Beschwerden verantwortlich ist, dann liegt auf der Hand, dass eine gut und ausgewogen trainierte Rückenmuskulatur die beste Prävention darstellt. Sollten bereits Rückenprobleme eingetreten sein, ist das Training dieser Muskeln ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation.
„Das BG 5-Säulen Rückenkonzept ist ein methodisch standardisiertes Aufbauprogramm für die an der Bewegung der Wirbelsäule beteiligte Muskulatur“, erklärt Christof Ziegler, der das Konzept gemeinsam mit Franziska Bruder und Stefan Hofer entwickelt hat. „Mittels einer biomechanischen Funktionsanalyse verschaffen wir uns zunächst ein genaues Bild der Muskulatur bezüglich Kraft und Beweglichkeit.“ So können Stärken, aber auch Defizite erkannt und mögliche Dysfunktionen sichtbar gemacht werden. Dies ist wichtig, da die Trainingsinhalte anhand der Ergebnisse der Funktionsanalyse ausgewählt werden. Dadurch lässt sich der Trainingsprozess individuell planen und optimal steuern.
Das Rückenkonzept besteht aus 24 Trainingseinheiten und basiert auf den fünf Säulen Diagnostik, gerätegestütztes Krafttraining, Ausdauertraining, Koordinationstraining und funktionelle Übungen. Durch steigende konsequente körperliche Belastung sollen Schon- und Ausweichmechanismen abgebaut werden. Außerdem werden neben Körperhaltung und Körperwahrnehmung auch die Muskelkraft und Wirbelsäulenmobilität verbessert sowie ein wirbelsäulengerechtes Verhalten im Alltag vermittelt. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die positive Veränderung des persönlichen Wohlbefindens des Patienten.
Hintergrund 2
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 10.000 Patienten stationär und rund 28.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 11.000 operative Eingriffe durch. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
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05.12.2011
Silvesterböller sind gefährlich
Hand- und Gesichtsverletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern überschatten regelmäßig den Jahreswechsel. Ärzte der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) geben Ratschläge zur Vorbeugung und zum richtigen Verhalten im Verletzungsfall.
“Rund um den Jahreswechsel sehen wir leider immer wieder Patienten mit schweren Explosionsverletzungen an Fingern und Händen“, berichtet Universitätsprofessor Hans-Eberhard Schaller, Direktor der Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie an der BG Klinik. „Ursächlich ist fast immer der fahrlässige Umgang mit Feuerwerkskörpern. Häufig spielt auch der Alkohol eine Rolle, der das Risikobewusstsein und das Reaktionsvermögen der Betroffenen einschränkt.“
Bis zur Amputation
In der Silvester-Nacht herrscht jedes Jahr höchste Alarmstufe für die Ärzte des Zentrums für Handchirurgie der BG Klinik. „Feuerwerkskörper können bei der Explosion je nach Größe der Ladung einen oder mehrere Finger abreißen“, warnt Schaller. „Kinder und auch Erwachsene können unter Umständen die gesamte Hand verlieren.“ Oftmals bleibt den Ärzten der Tübinger Handchirurgie dann nur noch die Amputation des zerstörten Gewebes. Schaller: „Wir sind durchaus in der Lage, abgetrennte Körperteile mit mikrochirurgischen Techniken erfolgreich zu replantieren. Leider ist das Gewebe nach Explosionsverletzungen in der Regel so zerstört, dass eine vollständige Wiederherstellung aller zerstörten Strukturen nicht mehr möglich ist.“
Verbrennungen
Lokale Verbrennungen an Händen und Gesicht sind schmerzhaft und müssen chirurgisch behandelt werden. „Verbrennungen im Gesicht sollten immer in einem Zentrum für Brandverletzungen wie der BG Klinik behandelt werden. Hierdurch verringert sich die Gefahr der überschießenden Narbenbildung, die sonst ein lebenslanges ästhetisches Problem für die Betroffenen sein kann“, erklärt Schaller. Bei Verletzungen der Augen wird sofort ein Augenarzt hinzugezogen.
Hände schützen
Die Maßnahmen zur Vorbeugung von Handverletzungen durch Feuerwerkskörper sind einfach. Schaller: „Keine Feuerwerkskörper verwenden, die in der Hand gezündet werden müssen. Feuerwerkskörper, die nach der Zündung nicht explodiert sind, sollten liegen gelassen werden, da es zu einer Spätzündung in der Hand kommen kann“ Für Kinder und Jugendliche sollte der Umgang mit Feuerwerkskörpern tabu sein. Selbstgebastelte oder manipulierte Feuerwerkskörper stellen eine besondere Gefahr dar, weil der Zündzeitpunkt und die Explosionsstärke nicht sicher vorhersehbar sind. „Feuerwerkskörper sollten grundsätzlich nur im Fachhandel erworben werden. Die aufgedruckte Gebrauchsanweisung ist strikt zu befolgen“, mahnt Schaller eindringlich.
Erste Hilfe am Unfallort
„Bei größeren Verletzungen sollte sofort der Rettungsdienst alarmiert werden. Danach sollte man versuchen, die Blutung mit einem Druckverband zu stoppen. Die Wundfläche sollte wenn möglich steril abgedeckt werden“, erklärt Professor Schaller. „Abgetrennte Körperteile müssen sichergestellt und fachgerecht für den Transport in die Klinik verpackt werden.“ Abgetrennte Körperteile dürfen niemals direkt auf Eis gelagert werden, da sie dann gefrieren und nicht mehr replantiert werden können. Sie dürfen auch nicht ungeschützt in Eiswasser transportiert werden, weil das Gewebe aufquillt und unbrauchbar wird. Professor Schaller sagt zum richtigen Vorgehen: „Abgetrennte Gliedmaßen sollen in ein trockenes, steriles Tuch eingeschlagen und dann in einen Plastikbeutel verpackt werden. Dieser Beutel wird dicht verschlossen und in Eiswasser bei plus vier Grad Celsius gelagert.“
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 10.000 Patienten stationär und rund 28.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 10 000 Operationen durch. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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02.12.2011
BG Klinik zum zweiten Mal mit TK-Qualitätssiegel ausgezeichnet
Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) wurde heute Vormittag mit dem Qualitätssiegel der Techniker Krankenkasse (TK) ausgezeichnet. Die TK würdigt hiermit die überdurchschnittlich guten Ergebnisse der Klinik bei der bundesweiten TK-Patientenbefragung im Jahr 2010.
Zum wiederholten Male hat die TK bei ihren Versicherten nach einem Krankenhausaufenthalt die aus ihrer Sicht wichtigsten Qualitätskriterien für Krankenhäuser abgefragt. Es handelt sich hierbei um die allgemeine Zufriedenheit mit dem Krankenhausaufenthalt, die Güte des Behandlungsergebnisses, die Qualität der medizinisch-pflegerischen Versorgung, Umfang und Verständlichkeit von Information und Kommunikation sowie die Organisation und Unterbringung in der jeweiligen Klinik.
Überdurchschnittliche Qualität
Die Patientenbewertungen für die Tübinger Unfallklinik lagen in allen fünf Kategorien über dem Bundesdurchschnitt. Mit diesem Ergebnis hat sich die „BG“ nach 2009 zum zweiten Mal für das Qualitätssiegel der Techniker Krankenkasse qualifiziert. Im Bereich der allgemeinen Zufriedenheit mit dem Krankenhaus erreichte die BG Klinik mit 81,4 Prozent Zustimmung einen sehr guten Wert. Der Bundesdurchschnitt lag in dieser Kategorie bei 80,2 Prozent.
Besondere Stärken
Die TK-Versicherten waren in der BG Klinik sehr zufrieden mit der medizinischen Leistung der Ärzte sowie dem Informationsstand der Pflegekräfte über die Vorgeschichte und den Krankheitsverlauf. Besonders lobend erwähnt wurden die verständlichen Erklärungen des Pflegepersonals und der Ärzte zu den einzunehmenden Medikamenten. Auch das Essen wurde von den Patienten als besondere Stärke der BG Klinik bewertet.
Auf dem richtigen Weg
Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, übergab heute Vormittag das Qualitätssiegel im Rahmen einer Pressekonferenz im Tübinger Hotel Domicil an den stellvertretenden Ärztlichen Direktor der Klinik, Privat-Dozent Dr. Andreas Badke, die Pflegedirektorin Doris Dietmann und den kaufmännischen Direktor Michael Schuler. Dieser sagte: „Wir freuen uns sehr, dass die TK-Patienten unsere Klinik erneut überdurchschnittlich gut bewertet haben. Patienten-Voten wie die TK-Befragung werden in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Qualitätsbewertung von Kliniken und der Krankenhauswahl des einzelnen Patienten.“
Die BG Klinik wird sich im kommenden Jahr zum zweiten Mal einer Qualitätsüberprüfung durch die unabhängige Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ) unterziehen. „Das TK-Qualitätssiegel bestätigt uns, dass wir in Sachen Qualität auf dem richtigen Weg sind. Es ist eine schöne Anerkennung für die tägliche Arbeit unserer Mitarbeiter“, stellte Dietmann abschließend fest.
Pressebild:
Von links: Privat-Dozent Dr. med. Andreas Badke, stv. Ärztlicher Direktor, Doris Dietmann, Pflegedirektorin, Michael Schuler, Kaufmännischer Direktor, Andreas Vogt, Techniker Krankenkasse (Bild: BOROWSKI)
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 10.000 Patienten stationär und rund 28.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 10.000 operative Eingriffe durch. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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08.11.2011
TraumaNetzwerk Südwürttemberg zertifiziert
Heute wurde das neue TraumaNetzwerk Südwürttemberg offiziell zertifiziert. Es ist Teil der bundesweiten Initiative „Traumanetzwerk“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und wird zukünftig zur weiteren Optimierung der medizinischen Versorgung von mehrfachverletzten Unfallopfern beitragen. Die feierliche Überreichung der Zertifizierungsurkunde fand heute in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) statt.
Jedes Jahr gibt es rund 200 lebensbedrohlich mehrfachverletzte Unfallopfer im Raum Südwürttemberg. „Diese Patienten haben alle mehrere gleichzeitig entstandene Verletzungen verschiedener Organsysteme, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich sind“, erklärt Universitätsprofessor Ulrich Stöckle, Ärztlicher Direktor der BG Klinik und Ordinarius für Unfallchirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. „Ohne qualifizierte unfallmedizinische Versorgung würden diese Patienten, die im Fachjargon als polytraumatisiert bezeichnet werden, allesamt binnen kurzer Zeit sterben.“ Entscheidend für deren Überleben und spätere Lebensqualität sind die schnelle und präzise Diagnose sämtlicher Einzelverletzungen sowie eine optimierte Versorgung nach standardisierten Qualitätsmaßstäben.
Enge Vernetzung
Um die Überlebenschancen dieser besonders schwer verletzten Patienten zu verbessern, haben sich elf regionale Kliniken zum TraumaNetzwerk Südwürttemberg zusammengeschlossen. Die beteiligten Krankenhäuser wurden je nach Größe, Ausstattung und Struktur als lokale, regionale oder überregionale Traumazentren klassifiziert. „Lokale Zentren sind die Kliniken Bad Urach, Balingen, Herrenberg, Nagold und Nürtingen, regionale Zentren die Kliniken Calw, Freudenstadt, Reutlingen und Sindelfingen“, berichtet Dr. Jörg Rether, Leiter der Sektion Traumatologie an der BG Klinik, und einer der Väter der neuen Kooperation. „Die BG Klinik Tübingen bildet zusammen mit dem Universitätsklinikum Tübingen das überregionale Traumazentrum dieses Verbunds.“
In den lokalen Traumazentren erfolgt nach einem weitgehend standardisierten Ablauf zunächst die Erstbehandlung der Unfallopfer. „Je nach Verletzungsausprägung und den betroffenen Organsystemen wird der Verletzte nach Stabilisierung seines Allgemeinzustandes entweder ins nächste regionale, bei besonders komplexen Verletzungen auch ins überregionale Traumazentrum verlegt oder im lokalen Zentrum weiterbehandelt“, erläutert Rether.
„Der Zusammenschluss im Netzwerk stellt organisatorische und logistische Qualitätskriterien sicher“, betont Stöckle. „Zudem wird so eine standardisierte Patientenversorgung nach modernen Erkenntnissen der Traumatologie gewährleistet.“ Gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen halten alle am Netzwerk beteiligten Akteure auf dem aktuellen Stand der Schwerverletztenversorgung. Stöckle: “In Baden-Württemberg sind neun derartige Netzwerke geplant, davon sind drei bisher zertifiziert.“
Erfolgreiche Zertifizierung
Die Initiative „TraumaNetzwerk“, die die Initialzündung zur Bildung regionaler Traumanetzwerke war, wurde 2004 von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ins Leben gerufen, nachdem in einzelnen Regionen Defizite im Bereich der Schwerverletztenversorgung erkannt wurden. „Das hieraus entstandene Zertifizierungsverfahren setzt eine Überprüfung jeder Partnerklinik auf Einhaltung der Versorgungsstandards und der erforderlichen strukturellen und personellen Ressourcen voraus“, berichtet Stöckle. „Danach werden die Netzwerkstrukturen und die gegenseitigen Vertragsbestimmungen durch eine Expertengruppe der Fachgesellschaft bewertet. Die Zertifizierung durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle stellt den erfolgreichen Abschluss des Verfahrens dar.“
Alle elf Kliniken des südwürttembergischen Netzwerks haben sich in den letzten Monaten dieser Überprüfung erfolgreich unterzogen. Dies war die Voraussetzung für die gemeinsame Zertifizierung als Traumanetzwerk. Die feierliche Übergabe der Urkunden fand heute im Hörsaal der BG Klinik im Beisein hochrangiger Vertreter aller beteiligten Krankenhäuser statt. Das Grußwort des Landes Baden Württemberg überbrachte Medizinaldirektorin Dr. Sabine Schindler vom Sozialministerium Baden Württemberg. Überreicht wurden die Zertifikate von Professor Hartmut Siebert, Generalsekretär der DGU sowie Privat-Dozent Friedrich Thielemann, Mitglied des Arbeitskreises zur Umsetzung der Traumanetzwerke der DGU.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem TraumaNetzwerk Südwürttemberg ein flächendeckendes, engmaschiges Netz kompetenter Kliniken für die Erstversorgung und Stabilisierung Schwerstverletzter etabliert haben“, freut sich Stöckle. “Hiermit gewährleisten alle Beteiligten, dass schwerstverletzte Unfallopfer immer die ihrer Verletzung angemessene Behandlung in einem hierauf spezialisierten Zentrum erhalten.“
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 10.000 Patienten stationär und rund 28.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 10.000 operative Eingriffe durch. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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04.10.2011
Forschung erhält noch größeren Stellenwert
Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) wird ihre Aktivitäten im Bereich der Unfallmedizinischen Forschung zukünftig noch weiter verstärken. Einen Ausblick auf die Planungen für die kommenden Jahre gibt der neue Ärztliche Direktor Universitätsprofessor Dr. Ulrich Stöckle am 11. Oktober beim 1. Forschungskolloquium der BG Klinik. Zu der Veranstaltung sind Vertreter der Eberhard Karls Universität Tübingen, regionale Forschungsinstitute, Mitarbeiter der BG Klinik sowie alle Interessierten eingeladen.
”Die Unfallmedizinische Forschung hat an der BG Klinik schon immer eine wichtige Rolle eingenommen”, betont Professor Ulrich Stöckle, der den Lehrstuhl für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen innehat. „Neben klinischen Studien zur Überprüfung und Optimierung von Behandlungsverfahren werden wir zukünftig einen neuen Schwerpunkt im Bereich der Grundlagenforschung und experimentellen Forschung legen.“ Hierzu baut die BG Klinik derzeit einen eigenen Forschungslaborbereich, der voraussichtlich zum Jahreswechsel fertig gestellt wird. Stöckle: „Wir werden uns intensiv mit Erkrankungen des Knochenstoffwechsels beschäftigen. Ein wichtiges Gebiet wird auch die Stammzellforschung sein. Hier ist zum Beispiel eine wichtige Frage, wie aus Stammzellen Knochengewebe gewonnen werden kann.“
Unfallmedizinische Forschung
Sämtliche unfallchirurgischen Forschungsaktivitäten der BG Klinik werden zukünftig in einer neugeschaffenen Abteilung für unfallmedizinische Forschung gebündelt und koordiniert. Leiter der Abteilung wird Professor Dr. Andreas Nüssler. „Wir wollen hierdurch Synergieeffekte im Bereich der Forschung realisieren sowie für mehr Transparenz innerhalb und außerhalb der Klinik sorgen“, erklärt Stöckle. „Leider ist außerhalb der BG Klinik nicht ausreichend bekannt, dass wir außer in der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie auch in den Bereichen der Hand-, Plastischen und Verbrennungschirurgie sowie der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie seit vielen Jahren Forschung betreiben.“ Die Direktoren dieser Bereiche, Universitätsprofessor Hans-Eberhard Schaller und Universitätsprofessor Siegmar Reinert, sind ebenfalls Ordinarien der Universität Tübingen.
Patienten profitieren
„Von unseren Forschungsergebnissen werden unsere Patienten natürlich mittel- und langfristig profitieren“, betont Stöckle. „Die gewonnen Erkenntnisse werden zum Beispiel zur Entwicklung von Implantaten beitragen, die die Knochenheilung verbessern. Außerdem hoffen wir, die Rate der Knochenheilungsstörungen senken zu können, wenn wir die biologische Seite der Knochenheilung besser verstehen und dadurch positiv beeinflussen können.“
Forschungskolloquium
Auf dem 1. Forschungskolloquium der BG Klinik, das am 11.10. von 17.00 bis 19.00 Uhr im Hörsaal der BG Klinik stattfindet, werden Professor Stöckle sowie Vertreter aller anderen forschenden Bereiche der BG Klinik, einen Einblick in ihre wissenschaftlichen Projekte geben. „Diese Veranstaltung ist die erste ihrer Art in der BG Klinik“, sagt Stöckle. „Wir beabsichtigen aber, hieraus eine jährlich wiederkehrende öffentliche Präsentation unserer wissenschaftlichen Aktivitäten und Planungen zu machen.“
Flyer Forschung
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 10.000 Patienten stationär und rund 28.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
Pressekontakt:
Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen
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01.09.2011
Patienten der BG Klinik profitieren früh von neuen Behandlungsverfahren
BG Klinik Tübingen ist zertifiziertes Studienzentrum der AO Foundation
Die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) sowie deren Abteilung für Medizintechnische Entwicklung wurden Ende Juni von der internationalen Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO Foundation) als klinisches Studienzentrum zertifiziert.
„Aufgrund der bisherigen jahrzehntelangen Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit zahlreichen Evaluationen und Studien sowie des günstigen personellen und strukturellen Umfeldes ist die BG Klinik ausgewählt worden, als eine der ersten Einrichtungen bei der Zertifizierung zum Studienzentrum der AO Foundation teilzunehmen“, erklärt Universitätsprofessor Dr. Ulrich Stöckle, Ärztlicher Direktor der BG Klinik und Ordinarius für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Professor Dr. Dankward Höntzsch, Leitender Arzt der Abteilung für Medizintechnische Entwicklung der BG Klinik, erklärt: „Viele der hohen Zertifizierungsanforderungen hatten wir bereits erfüllt. Einige Anpassungen waren notwendig und sind letztendlich auch hilfreich für uns.“ Man habe durch das Zertifizierungsverfahren eine Reihe wertvoller Impulse erhalten.
Die internationale AO Foundation ist eine Stiftung, deren Hauptaufgaben die Forschung, Entwicklung, Schulung und Evaluation von unfallchirurgischen Behandlungsverfahren sind. 1959 in der Schweiz gegründet, hat sich das System der Entwicklung, Dokumentation und Schulung von der Schweiz aus über Deutschland und Österreich erfolgreich über die ganze Welt verbreitet. Die AO Foundation ist national und international die größte wissenschaftliche Vereinigung von Unfallchirurgen und Orthopäden.
Als Studienzentrum der AO Foundation wird sich die BG Klinik als wesentlicher Teil eines internationalen Verbunds an der Forschung und Entwicklung sowie an der Schulung und der wissenschaftlichen Überprüfung von neuesten unfallchirurgischen Behandlungsverfahren beteiligen. „Das Ergebnis von Forschung und Entwicklung sowie deren Prüfung in der Praxis müssen im Rahmen von wissenschaftlichen Studien bewertet werden“, betont Stöckle. „Letztendlich entscheidet ja nicht, was die Entwickler und Forscher von einem neuen medizintechnischen Produkt halten, sondern wie gut das Ausheilungsergebnis des Patienten subjektiv empfunden und objektiv gemessen ist.“ Nur so lasse sich fundiert entscheiden, ob eine Behandlungsmethode wirklich zur routinemäßigen Anwendung geeignet sei. Höntzsch: „Die BG Klinik wird bei dieser Evaluation weiter in vorderster Linie mitmachen.“ Die Patienten der BG Klinik würden so früh von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden in der unfallchirurgischen Behandlung profitieren. Stöckle fasst abschließend zusammen: „Die Zertifizierung der BG Klinik durch die AO Foundation ist einerseits eine Auszeichnung für uns, aber vor allem auch eine Herausforderung an unsere derzeitige und zukünftige Tätigkeit. Wir wollen auch weiterhin helfen, dass heute und in Zukunft alle geeigneten Mittel bei der Behandlung unfallverletzter Patienten eingesetzt werden können. Dies entspricht auch dem Behandlungsauftrag der gesetzlichen Unfallversicherung, eine bestmögliche berufliche und soziale Rehabilitation unserer Patienten zu gewährleisten.“
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23.08.2011
Tetanus-Impfung regelmäßig auffrischen
Weltweit erkranken jährlich rund eine Million Menschen an Tetanus, dem sogenannten Wundstarrkrampf. Über die Hälfte der Infizierten stirbt im Verlauf der Erkrankung. In Europa stellt der Wundstarrkrampf dank wirksamer Schutzimpfungen keine große Bedrohung mehr dar. Allerdings muss die Impfung regelmäßig aufgefrischt werden. Experten der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) geben Tipps zum richtigen Vorgehen im Verletzungsfall.
”Die Tetanus-Impfung ist eine der wichtigsten Impfungen überhaupt”, betont Universitätsprofessor Ulrich Stöckle, Ärztlicher Direktor der BG Klinik. „Denn Tetanus ist eine sehr schwere Infektion, an der rund 50 Prozent der Infizierten versterben.“ In Deutschland ist die Zahl der gegen Tetanus geimpften Personen sehr hoch. „Allerdings wissen nicht alle Verletzten, die notfallmäßig zu uns kommen, ob ihr Tetanus-Schutz noch ausreichend ist“, berichtet Stöckle. „Der Impfschutz ist nämlich nur dann gegeben, wenn nach der Grundimmunisierung spätestens alle 10 Jahre eine Auffrischungsimpfung erfolgt.“
Lebensbedrohliche Infektion
Die Tetanus-Erkrankung wird durch das Gift eines Bakteriums, des sogenannten Clostridium tetani, hervorgerufen. Das Gift schädigt das Nervensystem des infizierten Menschen und führt zu einer krampfartigen Erstarrung seiner Muskulatur. Hiervon ist der ganze Körper des Erkrankten betroffen. Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu lebensbedrohlichen Atemstillständen kommen. Der Tetanuserreger ist auf der ganzen Welt verbreitet. Er befindet sich im Boden und gelangt über Wunden und offene Verletzungen in den menschlichen Körper.
Wirksamer Schutz
Der Tetanus-Impfstoff besteht aus dem abgeschwächten Gift des Tetanus-Bakteriums, das keine Infektion mehr hervorrufen kann. Das abgeschwächte Gift regt den Körper des Patienten zur Bildung von spezifischen Abwehrstoffen, den sogenannten Antikörpern, an. Üblicherweise findet die Grundimmunisierung, die aus drei zeitlich gestaffelten Impfungen besteht, bereits im Säuglingsalter statt. Der flüssige Impfstoff wird in einen Muskel gespritzt. Zum Auffrischen genügt eine einzelne Impfdosis.
Impfschutz noch vorhanden?
„Bei jedem Patienten, der eine offene Verletzung oder Wunde hat, muss der behandelnde Arzt den Tetanus-Impfstatus erfragen“, erklärt Dr. Jörg Rether, Leitender Arzt der Sektion Traumatologie der BG Klinik. Viele Patienten, besonders ältere Menschen, können sich aber nicht mehr an den Zeitpunkt ihrer letzten Impf-Auffrischung erinnern. Rether: „Ideal wäre es deshalb, wenn alle Patienten ihren Impfpass in die Klinik mitbringen würden und die Hausärzte betagter Menschen den aktuellen Impfstatus ihrer Patienten auf deren Medikamenten-Liste vermerken würden.“
Behandlungsstandard in der Klinik
Bei Notfall-Patienten mit unklarem Impfstatus folgen die Ärzte der BG Klinik einer standardisierten Behandlungsrichtlinie. „Patienten, die schon einmal eine Grundimmunisierung erhalten haben und bei denen lediglich der Status der Auffrischung unklar ist, empfehlen wir, mit Ihrem Impfpass zeitnah zu ihrem Hausarzt zu gehen“, berichtet Dr. Rether. „Der Hausarzt kann dann anhand der Eintragungen im Impfpass entscheiden, ob eine Auffrischung nötig ist. Hierdurch kann eine ‚Überimpfung’ vermieden werden, die unter Umständen zu verstärkten örtlichen Reaktionen an der Einstichstelle führen kann.“ Patienten, deren Auffrischung länger als 10 Jahre zurückliegt, erhalten direkt in der BG Klinik eine Auffrisch-Impfung. Patienten mit ausgedehnten und verschmutzten Wunden werden in der BG Klinik geimpft, wenn die Auffrischung länger als 5 Jahre zurückliegt.
Noch nie gegen Tetanus geimpft?
„Bei Patienten, die noch nie eine Grundimmunisierung erhalten haben, beziehungsweise bei denen der Impfstatus völlig unbekannt ist, beginnen wir in der BG Klinik die Grundimmunisierung, die dann vom Hausarzt weitergeführt wird“, berichtet Dr. Rether. Patienten ohne Impfschutz mit ausgedehnten und verschmutzten Wunden erhalten zusätzlich noch eine Injektion mit synthetischen Antikörpern, den sogenannten Immunglobulinen.
Impfung regelmäßig auffrischen
”Die Impfung ist der einzige wirksame Schutz gegen den Wundstarrkrampf”, betont Prof. Stöckle. „Die Impfstoffe sind gut verträglich und hochwirksam. Jeder sollte deshalb seinen Tetanus-Impfschutz alle 10 Jahre bei seinem Hausarzt auffrischen lassen.“
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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29.07.2011
Eine gute Nachricht für alle Eltern: „Karies ist vermeidbar!“
Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen zur Entstehung von Karies und die damit verbundene Intensivierung vorbeugender Maßnahmen zeigen, dass Karies als Krankheit vermieden werden kann.
„Nach Stand der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse ist Karies eine Infektionserkrankung, die durch Bakterien hervorgerufen wird“, erklärt Prof. Dr. Dr. Siegmar Reinert, Direktor der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie an der BG Klinik Tübingen. „Die Infektion zerstört den Zahnschmelz von den Zahnflächen ausgehend zunächst langsam und breitet sich dann rasch über die gesamte Zahnkrone und in die Tiefe Richtung Zahnnerv aus. Karies, beziehungsweise die auslösenden Bakterien, können auch von den Eltern oder anderen Personen, beispielsweise über abgeleckte Babylöffel oder ähnliches, bereits sehr früh auf das Kind übertragen werden.“ Babylöffel oder Schnuller sollten deshalb nicht von den Eltern abgeleckt werden, um eine Infektion des Kindes zu vermeiden. Reinert: „Das Kinderbesteck gehört nicht in den Mund der Eltern. Speisen, von denen die Eltern ausgiebig gegessen haben, wie zum Beispiel die Eiskugel in der Waffel, sollten nicht mehr mit dem Kind geteilt werden.“
Ständiges „Nuckeln“ ist gefährlich
Hauptursache von Karies an Milchzähnen ist die dauernde Verabreichung zucker- und säurehaltiger Getränke, das sogenannte „Baby Bottle Tooth Decay“. Diese auch Nuckelflaschenkaries genannte Zahnzerstörung betrifft vor allem die Milchzähne in der Oberkieferfront. Sie werden als erstes durch die verabreichten Karies fördernden Flüssigkeiten angegriffen und beschädigt. Die Ursachen der Karies sind aber nicht nur zucker- und säurehaltige Getränke, wie süße Tees oder Apfelsäfte, sondern auch falsche Ernährung und mangelhafte Zahnpflege. Dr. Andreas Geist, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der BG Klinik, erklärt: „Ab dem ersten Zahndurchbruch sollten Eltern und Kinder gemeinsam Zähne putzen. Das gute Vorbild der Eltern ist wichtig für die Kleinen. Dabei sollten die Eltern ihren Kindern das richtige Zähneputzen beibringen.“ Auch falsches Trinkverhalten der Kinder kann Karies begünstigen. „Kinder sollten nachts keine gesüßten Getränke erhalten. Die Trinkflasche mit Apfelsaft im Kinderbett ist aus zahnärztlicher Sicht verboten“, mahnt Dr. Geist. Prof. Reinert führt aus: „Im Vorschulalter können die Kinder das Zähneputzen dann selbst übernehmen. Neben den regelmäßigen halbjährlichen zahnärztlichen Kontrollen sollten die Eltern die Mundhygiene der Kinder kontrollieren und wenn nötig. auch intensiv nachputzen. So können sie ihre Kinder schon relativ früh an eine gute Zahnpflege gewöhnen.“
Behandlung in Narkose
„Während an den bleibenden Zähnen im Jugendalter ein deutlicher Kariesrückgang beobachtet wird, nehmen die kariösen Zahnschäden im Milchgebiss, bei Säuglingen, Klein- und Kindergartenkindern nur wenig ab“, berichtet Prof. Reinert. Sehr bald schon klagen betroffene Kinder über Beschwerden bei der Nahrungsaufnahme. Schreitet die Karies noch weiter voran, kann sogar die Zahnwurzel infiziert und zerstört werden. „Diese Kinder haben sehr heftige, starke Zahnschmerzen, die mit Schlafstörungen und Fieberschüben einhergehen“, erklärt Dr. Geist „In diesen Fällen ist eine normale Füllungstherapie nicht mehr durchführbar. Ein Zahnerhalt ist dann entweder gar nicht mehr möglich oder nur mit einem hohen therapeutischen Aufwand zu erreichen, wobei die Beschwerdefreiheit nicht garantiert kann.“ Die Beeinträchtigung der Kinder ist dann oft sehr groß, da es durch den kariösen Zahnverlust zu Sprechstörungen und Kieferfehlentwicklungen kommen kann. Geist: „Bei Nichtbehandlung einer fortschreitenden Karies können sogar Vereiterungen im Kiefer auftreten, die auch zur Schädigung der Anlagen der bleibenden Zähne führen können. Eine frühzeitige Behandlung selbst kleinster kariöser Stellen ist daher unbedingt sinnvoll.“ Wenn die kariöse Zerstörung der Zähne sehr weit fortgeschritten ist, bleibt häufig als einzige Option die Behandlung der Kinder in Narkose. „Nur so tolerieren die kleinen Patienten die zeitintensive Prozedur, die notwendig ist, um alle Kariesschäden zu sanieren“, weiß Prof. Reinert aus langjähriger Erfahrung zu berichten. Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in der BG Klinik bietet deshalb zwei Mal wöchentlich ambulante Zahnsanierungen in Vollnarkose an. Pro Woche werden in den ambulanten Operationssälen der BG Klinik rund zehn solcher Behandlungen durchgeführt. „Mit den richtigen Vorbeugemaßnahmen gegen Karies hätte man dem weitaus größten Teil dieser Kinder einen derartig ausgedehnten Kariesbefall ersparen können“, stellt Prof. Reinert abschließend fest.
Zusammenfassung
5 Tipps für Eltern, um Karies bei Kindern zu vermeiden:
- Achten Sie auf eine gute Zahnpflege bei Ihren Kindern, ggf. intensiv morgens und abends nachputzen!
- Zuviel süße und saure Lebensmittel schädigen die Zähne.
- Karies ist ansteckend! Eltern dürfen Babylöffel, Schnuller o.ä. nicht ablecken!
- Keine süßen Getränke oder Speisen vor dem Schlafen (ohne Nachputzen)!
- Gehen Sie mit Ihren Kindern zweimal im Jahr zum Zahnarzt! Die Kosten für diese halbjährlichen Kontrollen beim Hauszahnarzt werden von den Krankenkassen übernommen.
- Rechtzeitiges Erkennen von Kariesschäden hilft größere kariöse Defekte und umfangreichere Behandlungen zu vermeiden!
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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06.07.2011
Zu Fuß von Leipzig nach Tübingen
Finish auf dem Schnarrenberg
Roland Zahn (74) ist seit fünf Jahren oberschenkelamputiert. Am 21. März dieses Jahres startete er eine Wanderung von Leipzig nach Tübingen - mit einer Beinprothese. Heute Nachmittag erreichte er gesund und wohlauf sein Ziel, die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik (BG Klinik) auf dem Tübinger Schnarrenberg.
Um 14.30 Uhr war es so weit: Roland Zahn überschreitet in der BG Klinik die Ziellinie seiner rund 1000 km langen Wanderung von Leipzig nach Tübingen. Zufrieden mit sich und seiner enormen Leistung nahm er im Anschluss an das „Finish“ die Gratulationen und Glückwünsche der rund 80 anwesenden Gäste entgegen. Eine Gruppe mit 20 Wanderern aus Tübingen und Umgebung, darunter Behinderte und Nicht-Behinderte, hatte ihn auf den letzten Kilometern von Waldhausen zur BG Klinik begleitet. Nach einer kleinen Erfrischungspause berichtete Roland Zahn von den Erlebnissen und Eindrücken, die er in den letzten Monaten auf seiner Tour sammeln konnte. Er ermunterte die Anwesenden, sich selber aktiv zu bewegen. Zahn: „Anstrengungen sind wichtige Voraussetzungen für Entwicklung. Sie dienen dazu, die Gesundheit zu festigen und sich wohl zu fühlen.“ Er appellierte an die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen für seine Gesundheit und wies darauf hin, dass „alles was man aus Bequemlichkeit unterlässt“ zu Rückschritten führe. Wandern sei für ihn deshalb die ideale Möglichkeit, seine „Gesundheit auf vergnügliche Art und Weise zu sichern.“
Rückblick
Am 06.07.2006 mussten die Ärzte der BG Klinik Roland Zahn sein schwer infiziertes rechtes Bein amputieren. Zahn bezeichnet diesen schicksalhaften Tag als seinen „zweiten Geburtstag.“ Die auf eine chronische Durchblutungsstörung zurückzuführende Infektion des Beines von Roland Zahn, drohte sich zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung des gesamten Organismus auszuweiten. Nach der Operation wurde Zahn auf der Intensivstation der BG Klinik weiterbehandelt. Er lag im künstlichen Koma und musste maschinell beatmet werden.
Neue Ziele
Nach seiner Genesung begann er regelmäßig zu wandern – mit einer Oberschenkelprothese. Mit seiner einmaligen 1000 km-Wanderung von Leipzig nach Tübingen wollte er Beinamputierten aktiv helfen, Informationen zu Hilfsmitteln und besserer prothetischer Versorgung zu erhalten. Sein Ziel war es, andere Amputierte zu motivieren und „dazu beitragen, Isolierungen und Depressionen aufzubrechen.“
Prof. Ulrich Stöckle, Ärztlicher Direktor der BG Klinik gratulierte Roland Zahn und überreichte ihm als Geschenk einen Wanderführer über deutsche Fernwanderwege. Stöckle sagte: „Was Roland Zahn mit seinem Handicap geschafft hat, würden viele von uns ohne Handicap kaum schaffen. Seine Leistung zeugt von enormer psychischer und physischer Stärke. Seine Willenskraft und sein Durchhaltevermögen sind beispielhaft für alle Menschen, mit und ohne Behinderung.“
Im Anschluss an die kleine Begrüßungsfeier in der BG Klinik konnte sich Roland Zahn ein erstes Mal richtig entspannen - bei einer Entmüdungsmassage, die ihm die Physiotherapeuten der BG Klinik angedeihen ließen.
Link Radiobeitrag
Hintergrund
Von Leipzig nach Tübingen
Die Route der Wanderung führte von Roland Zahns Geburtsort Leipzig in Sachsen zum Ort seiner „zweiten Geburt“, nach Tübingen in Baden Württemberg. Für die Strecke von rund 1000 km hat er insgesamt 80 Wandertage benötigt, unterteilt in 19 Wanderabschnitte mit durchschnittlich vier Wandertagen. Die tägliche Strecke betrug 12 bis 13 Kilometer. Danach folgen jeweils ein oder zwei Ruhetage, die der Regeneration und der Organisation der nächsten Tage dienen. Zusätzlich waren 5 "Puffertage" eingeplant, die Verzögerungen oder Zwangspausen ausgleichen sollten. Die tägliche Strecke wurde gegen 08:00 Uhr morgens in Angriff genommen.
Alle Informationen zur Tour von Roland Zahn sind im Internet unter
www.bewegung-hilft-dir.de zu finden. Direkter Kontakt mit Roland Zahn ist unter folgenden Telefonnummern möglich: 0163/4895613 und 0151/015158264176.
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
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08.06.2011
BG Klinik begrüßt Bundesfreiwilligendienst
Zeitgleich mit der Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes hat die Bundesregierung den neuen Bundesfreiwilligendienst auf den Weg gebracht. Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) bietet Interessierten vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Pflegebereich und in der technischen Abteilung.
Ende Mai haben die letzten Zivildienstleistenden die BG Klinik verlassen. Frank Kaschowitz, stellvertretender Pflegedirektor der BG, geht davon aus, die hierdurch entstandenen Lücken zukünftig mit Teilnehmern des neuen Bundesfreiwilligendienstes schließen zu können: „Die ersten zwei Bewerbungen für September liegen bereits vor. Wir hoffen, dass die Zahl der Interessenten bis dahin noch zunimmt.“
Bis dato waren Zivildienstleistende eine nicht mehr wegzudenkende Institution in fast allen sozialen und karitativen Einrichtungen der Republik. Parallel zum Wehrdienst hat die Bundesregierung nun auch konsequenterweise den Zivildienst ausgesetzt. „Die Zivildienstleistenden werden vielen Einrichtungen fehlen. Ihr Weggang wird in der BG Klinik allerdings nicht zu einer Verschlechterung der Pflegequalität führen, da wir alle Hilfskräfte zusätzlich zu den festangestellten examinierten Pflegekräften einsetzen“, erklärt Kaschowitz. „Trotzdem werden sie den Patienten als Ansprechpartner und den Teams als belebendes Element in der täglichen Routine fehlen.“
Um die Zeit bis zum Anlaufen des neuen Dienstes zu überbrücken, hat die BG Klinik die Zahl der Plätze für Absolventen des Freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) erhöht. „Wir beschäftigen derzeit 13 junge Frauen und Männer, die bei uns ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren“, berichtet Kaschowitz. „Die Rückmeldungen aus dieser Gruppe zu ihren Einsätzen sind durchweg positiv, das allgemeine Interesse am Einsatzort BG Klinik ist sehr hoch.“
Mögliche Einsatzgebiete der freiwilligen Helfer in der BG Klinik sind der Operationsbereich, die Ambulanz der Klinik sowie die verschiedenen Pflegestationen, der technische Bereich und der Hol- und Bringedienst. Kaschowitz: „Voraussetzung für alle Tätigkeiten im Pflegebereich ist die Bereitschaft, kranke Menschen zu unterstützen und Hilfestellung zu geben.“ Der Bundesfreiwilligendienst in der Krankenpflege vermittelt darüber hinaus Fertigkeiten in der Grundpflege sowie der allgemeinen Stationsarbeit. Die Dienstzeit beträgt in der Regel zwischen 6 und 12 Monaten, kann aber auch auf 24 Monate ausgedehnt werden. Da es bei der Zulassung zum Bundesfreiwilligendienst keine Altersbegrenzung gibt, eignet sich der Dienst für Menschen jeden Alters, die eine neue Perspektive suchen.
„Viele Absolventen des Zivildienstes und des freiwilligen sozialen Jahres machen bei uns die Erfahrung, dass Ihnen die Zeit in der Krankenpflege mehr persönliche Reife gebracht hat und eine wichtige Lebenserfahrung ist. Viele haben auf diesem Weg den Zugang zu einem Beruf im Gesundheitswesen gefunden“, weiß Frank Kaschowitz aus vielen Gesprächen mit jungen Menschen zu berichten.
Die zukünftigen Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes sind während ihrer Dienstzeit sozialversichert und erhalten Kindergeld. Zudem bietet die BG Klinik günstige Wohnmöglichkeiten und Verpflegung in der Personalkantine.
Interessenten richten ihre Kurzbewerbung mit tabellarischem Lebenslauf sowie einem Nachweis über eine Hepatitis B-Schutzimpfung bitte
schriftlich oder per E-Mail (Pflegedirektion@bgu-tuebingen.de) an die Pflegedirektion der BG Klinik.
Unter der Telefonnummer (07071) 606-1401 können weitere Informationen erfragt werden.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
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29.06.2011
Kinder-Uni-Forschertag am 2. Juli 2011 in der BG Klinik Tübingen
„Bohren, Schrauben, Gipsen“ – was Unfallchirurgen so machen
Wie bereits im letzten Jahr beteiligt sich die BG Klinik auch in diesem Jahr wieder am Forschertag der Tübinger Kinder-Uni. Am 2. Juli 2011 lädt Dr. med. Dirk Albrecht, Leiter der Sektion Arthroskopie und Sporttraumatologie an der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirug, alle am „Bohren“, „Schrauben“ und „Gipsen“ interessierten Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren herzlich zum Mitmachen ein.
Nach einem spannenden Rundgang durch die Klinik mit Besichtigung des Hubschrauberlandeplatzes, der Notaufnahme und eines Notarztwagens können die kleinen Forscher selbst Hand anlegen: sie können Kunststoffknochen verschrauben, Gipse anbringen und an einem künstlichen Kniegelenkmodell eine Gelenkspiegelung durchführen.
Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen
Schnarrenbergstraße 95, 72076 Tübingen.
Treffpunkt: am Haupteingang (Information)
Beginn:10.15 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Mitzubringen: nichts
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
Anmeldung unter simona.steeger@uni-tuebingen.de oder per Fax: (07071) 29-5566.
Link Radiobeitrag
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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03.06.2011
Verletzungen kühlen – aber richtig!
Das Kühlen von Verletzungen, die sogenannte Kälteanwendung oder Eistherapie, ist eine physikalische Standardmaßnahme, die auch im häuslichen Bereich einfach und effektiv angewendet werden kann. Die Experten der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) geben Tipps zum richtigen Vorgehen.
„Das Kühlen mit Eis hat verschiedenste Wirkungen auf das behandelte Gewebe“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Stöckle, Ärztlicher Direktor der BG Klinik. „Es wirkt lokal abschwellend, lindert Schmerzen und verbessert die Durchblutung der Muskulatur und des umliegenden Gewebes. Außerdem verbessert es die Kontraktions- und Entspannungsfähigkeit der Muskulatur. Dadurch vergrößert sich das Ausmaß aktiver Bewegungen und die gesamte Bewegungsausführung wird erleichtert.“
Eistherapie zu Hause
„Zur Behandlung von Schwellungen sollte möglichst ein Eisbeutel eingesetzt werden“, empfiehlt Harry Belzl, Physiotherapeut und Leiter des Therapiezentrums der BG Klinik. „Der Eisbeutel kann leicht selbst hergestellt werden und ist einfach zu handhaben. Man nehme einen Plastikbeutel und fülle ihn mit gestoßenem Crush-Eis oder zerstoßenen Eiswürfeln und mische Wasser dazu, so dass ein Eis-Wassergemisch entsteht.“ Der Beutel sollte nicht zu prall gefüllt sein, damit er gut an den Körper anmodelliert werden kann. Belzl: „Der Beutel sollte gut verschlossen sein, damit er nicht leckt und den geschwollenen Körperteil sollte man möglichst erhöht lagern, über Herzhöhe.“
Mit Eis nur tupfen
„Um mit der Kältetherapie einen positiven Effekt zu erzielen, sollte die Verletzung mit dem Eisbeutel nur abgetupft werden“, sagt Physiotherapeutin Susanne Schänzlin. „Beginnen Sie körpernah und tupfen Sie dann langsam nach körperfern, also zum Beispiel von der Hüfte zum verletzten Knie.“ Die Haut sollte sich hierbei kühl, aber nicht eiskalt anfühlen. Nach der Kühlung sollte man eine Kühlpause einlegen, bis sich die Haut wieder erwärmt hat. Schänzlin: „Während der Kühlpause sollte man den betroffenen Körperteil, so weit möglich, schonend aktiv bewegen. Hierdurch wird der Abfluss von Gewebeflüssigkeit angeregt. Dies reduziert Schwellungen und regt die Durchblutung an.“ Dieser Vorgang sollte pro Anwendung zwei- bis viermal wiederholt werden. Insgesamt sollten pro Tag zwei Kälteanwendungszyklen gemacht werden.
Vorsicht Kälteschäden!
Nicht geeignet ist die Kältetherapie für Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörungen oder Arterienerkrankungen, offenen Hauterkrankungen, schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Gefühlsstörungen. Grundsätzlich sollte nur auf warmer Haut gekühlt werden. Kühle Haut muss vor der Behandlung durch Bewegung erwärmt werden. Zum Schluss gibt Prof. Stöckle noch einen wichtigen Hinweis: „Lassen Sie den Eisbeutel nie längere Zeit auf der Haut liegen! Dies kann zu Kälteschäden wie kleinen Erfrierungen an der Haut oder Sensibilitätsstörungen führen. Am besten immer ein Tuch zwischen Haut und Eisbeutel legen, um dies zu vermeiden. “
Hintergrund
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Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
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26.05.2011
Patienteninformation zu künstlichem Gelenkersatz
Am Mittwoch, den 01.06.2011 lädt die BG Klinik Tübingen, wie an jedem ersten Mittwoch des Monats, zukünftige Patienten der Sektion Endoprothetik sowie alle anderen Interessierten zu einer Patienteninformationsveranstaltung zum Thema künstlicher Gelenkersatz an Hüfte und Knie ein.
Für Interessierte, die ein künstliches Gelenk an Hüfte oder Knie bekommen sollen, gibt es in der BG Klinik seit vier Jahren eine spezielle Informationsveranstaltung, zu der sie im Vorfeld ihres geplanten Krankenhausaufenthalts auf schriftlichem Wege eingeladen werden. „Ziel dieses natürlich kostenlosen Angebots ist es, die Patienten bereits vor ihrer Operation mit der notwendigen Begleit- und Nachbehandlung vertraut zu machen“, erklärt Dr. Peter de Zwart, leitender Arzt der Sektion für Endoprothetik an der BG Klinik. „Wir geben gezielte Informationen über Mobilisationstechniken und die Handhabung von Gehhilfen sowie über den Einsatz spezieller Hilfsmittel wie der sogenannten „helfenden Hand“.“ In praktischen Übungen werden die Patienten von Physiotherapeuten der Klinik mit der Mobilisation und Hilfsmittelanwendung vertraut gemacht. Sektionsleiter Dr. de Zwart steht gemeinsam mit erfahrenen Physiotherapeuten als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Veranstaltungen werden jeweils am ersten Mittwoch des Monats von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hörsaal der BG Klinik angeboten. „Eingeladen sind alle, die bereits einen Termin zur Implantation eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks haben, sowie alle übrigen Interessierten, die sich über die Möglichkeiten der Behandlung mit künstlichen Gelenken informieren wollen“, sagt Dr. de Zwart. Die nächste Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, den 01. Juni 2011 um 15:00 Uhr im Hörsaal der BG Klinik statt.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
Pressekontakt:
Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sven Sender
Petra Speicher
Tel.: 07071 / 606 - 1607 / - 1689
Fax: 07071 / 606 - 1602
ssender@bgu-tuebingen.de
pspeicher@bgu-tuebingen.de
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12.05.2011
Finger weg vom Spiritus!
Trotz regelmäßiger Warnungen vor der unsachgemäßen Verwendung flüssiger Brandbeschleuniger kommt es immer wieder zu schweren Brandverletzungen beim Grillen. Ärzte der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) geben Ratschläge für ein sicheres Grillvergnügen und zur Ersten Hilfe bei Verbrennungen.
„Fahrlässiger Umgang mit flüssigen Brandbeschleunigern beim Grillen führt leider immer wieder zu schweren Verbrennungen“, berichtet Universitätsprofessor Dr. Hans-Eberhard Schaller, Direktor der Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie an der BG Klinik. „Die Verletzungen betreffen in vielen Fällen Hände, Arme und Gesicht und müssen chirurgisch behandelt werden.“ Mancher Grillabend endete auch schon auf der Intensivstation der BG Klinik. Schaller: „Spiritus als Brandbeschleuniger kann beispielsweise im Zusammenspiel mit Alkohol und fehlendem Risikobewusstsein zu schwersten, lebensbedrohlichen Brandverletzungen am ganzen Körper führen.“ Sein Rat an alle Grillfreunde ist deshalb eindeutig: „Finger weg von flüssigen Brandbeschleunigern beim Grillen. Wer in Folge von übermäßigem Alkoholgenuss in seinem Reaktionsvermögen eingeschränkt ist, gehört ebenfalls nicht an den Grill.“ Zur Herstellung einer gleichmäßigen Glut sollten bevorzugt trockene Grillanzünder verwendet werden. Vor deren Einsatz ist die Gebrauchsanleitung des Herstellers gründlich zu lesen und zu befolgen. „Kinder sollten von Grillgeräten fern gehalten werden. Sie sind häufig neugierig und können die Gefahren, die für sie vom Grill ausgehen, in keinster Weise einschätzen“, warnt Professor Schaller.
Zur Ersten Hilfe bei Verbrennungen sagt Oberarzt Dr. Afshin Rahmanian-Schwarz, Facharzt für Plastische, Hand- und Verbrennungschirurgie: „Die wichtigste Sofortmaßnahme ist und bleibt das Kühlen der verbrannten Hautstelle. Hierzu kann man Leitungswasser nehmen, das auf keinen Fall eiskalt sein sollte. Die richtige Kühltemperatur liegt bei etwa 10 bis 20°C.“ Das sofortige Kühlen der geschädigten Haut mit Wasser soll verhindern, dass die thermische Schädigung in ihrem Schweregrad weiter zunimmt und sich weiter in die Tiefe ausbreitet. Wichtig ist hierbei rasches Handeln. Rahmanian-Schwarz: „Beginnen Sie sofort mit der Kühlung. Nur dann tritt der gewünschte positive Effekt ein. Kühlen Sie für maximal 10 Minuten.“ Zu lange Kühlung oder die Verwendung von zu kaltem Wasser sind eher schädlich. „Bei Verbrennungen des Gesichts oder größerer Hautflächen, wie Arm, Bein oder Bauch, sollte man nicht zögern, den Notarzt zu rufen“, rät Rahmanian-Schwarz. „Verbrennungen des Gesichts gehen häufig auch mit gefährlichen Verbrennungen der Atemwege einher. In solchen Fällen muss der Notarzt die Atemfunktion des Verletzten schnell sichern. Außerdem sollte sofort vor Ort die sehr wichtige Schmerztherapie eingeleitet werden.“ Der Notarzt wird dann auch über die notwendige Weiterbehandlung entscheiden.
„Kleinere Verbrennungen können in jeder chirurgischen Klinik behandelt werden. Patienten mit großflächigen Brandverletzungen gehören in spezielle Zentren für Schwerbrandverletzte wie die BG Klinik“, betont Professor Schaller. Verbrennungen an Händen und Füßen, im Gesicht, im Genitalbereich sowie an den großen Gelenken sollten ebenfalls von Fachleuten für Verbrennungschirurgie behandelt werden. Schaller: „Die Heilungschancen dieser Patienten sind deutlich besser, wenn sie rasch in ein Schwerbrandverletzten-Zentrum verlegt werden.“
Hintergrund I
Die Behandlung schwerbrandverletzter Patienten ist seit Jahrzehnten traditionell eine Domäne der Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken. 55 Prozent aller bundesdeutschen Krankenhausbetten zur Behandlung von Patienten mit schweren Verbrennungen werden von BG-Kliniken vorgehalten. Das Zentrum zur Behandlung Schwerbrandverletzter an der BG Klinik Tübingen verfügt über vier Intensivbehandlungsbetten sowie einen Aufnahmeraum für Brandverletzte. Ein Team aus Plastischen Chirurgen mit sechsjähriger Facharztausbildung, erfahrenen Intensivmedizinern und Pflegekräften sowie Physio- und Ergotherapeuten betreut die schwerbrandverletzten Patienten rund um die Uhr auf höchstem medizinischen Niveau. Pro Jahr werden in der BG Klinik Tübingen 250 bis 300 Patienten mit Verbrennungen behandelt.
Hintergrund II
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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02.05.2011
Patienteninformation zu künstlichem Gelenkersatz
Am Mittwoch, den 04.05.2011 lädt die BG Klinik Tübingen, wie an jedem ersten Mittwoch des Monats, zukünftige Patienten der Sektion Endoprothetik sowie alle anderen Interessierten zu einer Patienteninformationsveranstaltung zum Thema künstlicher Gelenkersatz an Hüfte und Knie ein.
Für Interessierte, die ein künstliches Gelenk an Hüfte oder Knie bekommen sollen, gibt es in der BG Klinik seit vier Jahren eine spezielle Informationsveranstaltung, zu der sie im Vorfeld ihres geplanten Krankenhausaufenthalts auf schriftlichem Wege eingeladen werden. „Ziel dieses natürlich kostenlosen Angebots ist es, die Patienten bereits vor ihrer Operation mit der notwendigen Begleit- und Nachbehandlung vertraut zu machen“, erklärt Dr. Peter de Zwart, leitender Arzt der Sektion für Endoprothetik an der BG Klinik. „Wir geben gezielte Informationen über Mobilisationstechniken und die Handhabung von Gehhilfen sowie über den Einsatz spezieller Hilfsmittel wie der sogenannten „helfenden Hand“.“ In praktischen Übungen werden die Patienten von Physiotherapeuten der Klinik mit der Mobilisation und Hilfsmittelanwendung vertraut gemacht. Sektionsleiter Dr. de Zwart steht gemeinsam mit erfahrenen Physiotherapeuten als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Veranstaltungen werden jeweils am ersten Mittwoch des Monats von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hörsaal der BG Klinik angeboten. „Eingeladen sind alle, die bereits einen Termin zur Implantation eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks haben, sowie alle übrigen Interessierten, die sich über die Möglichkeiten der Behandlung mit künstlichen Gelenken informieren wollen“, sagt Dr. de Zwart. Die nächste Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, den 04. Mai 2011 um 15:00 Uhr im Hörsaal der BG Klinik statt.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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13.04.2011
Schlüsselübergabe an neuen Ärztlichen Direktor
Prof. Dr. med. Ulrich Stöckle hat sein neues Amt als Ärztlicher Direktor der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) am 01. April 2011 angetreten. Im Rahmen seiner feierlichen Amtseinführung, die heute im Hörsaal der BG Klinik im Beisein zahlreicher geladener Gäste und Mitarbeiter des Hauses um 16.00 Uhr stattfand, nahm er symbolisch den Schlüssel der BG Klinik von seinem Vorgänger Prof. Dr. med. Kuno Weise entgegen.
Der Hörsaal war voll als Prof. Dr. Ulrich Stöckle (46) am späten Nachmittag des heutigen Tages offiziell in sein neues Amt als Ärztlicher Direktor der BG Klinik eingeführt wurde. Er hat damit die Nachfolge von Prof. Dr. Kuno Weise angetreten, der altersbedingt aus seinem Amt ausgeschieden ist. Wie auch sein Vorgänger wird Prof. Stöckle zugleich die Professur für Unfallchirurgie an der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen übernehmen. Rainer Hippler, Vorsitzender des Vorstandes des Vereins für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V., Träger der BG Kliniken Tübingen und Ludwigshafen, begrüßte Gäste und Mitarbeiter der BG Klinik.
„Es ist mein Ziel, die BG Klinik Tübingen weiter zu entwickeln und die regionale sowie überregionale Bedeutung als eine der hervorragenden Kliniken für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie weiter auszubauen“, betonte Prof. Dr. med. Ulrich Stöckle in seiner Antrittsrede. Die Berufung zum Ärztlichen Direktor der BG Klinik und zum Ordinarius für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen, empfinde er als ganz besondere Auszeichnung. Die Kombination aus der Leitung einer der größten und renommiertesten unfallchirurgischen Kliniken Deutschlands mit der direkten universitären Anbindung sei in dieser Form eine außergewöhnliche Konstellation und eine besondere Herausforderung. Im klinischen Bereich wolle er den sehr erfolgreichen Kurs seines Vorgängers weiterführen. Zu seinen medizinischen Schwerpunkten sagte Stöckle: „Mein besonderes Interesse gilt der Traumaversorgung ganz allgemein mit Schwerpunkt auf Wirbelsäulen- und Beckenchirurgie.“ Über besondere Kompetenzen verfügt Stöckle in der Rekonstruktion der großen Gelenke sowie in der Anwendung moderner, minimalinvasiver Operationsverfahren unter Nutzung innovativer Bildgebungs- und Navigationstechniken. An die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung gerichtet, betonte Stöckle: „Die Unfallversicherungsträger können davon ausgehen, dass die gute Zusammenarbeit auch in Zukunft uneingeschränkt weitergeführt wird. Ich bin an einem direkten Kontakt mit den zuständigen Unfallversicherungsträgern sehr interessiert und eines meiner vorrangigen Ziele ist es, den berufsgenossenschaftlichen Schwerpunkt in der Krankenversorgung weiter auszubauen.“ Seine ersten Arbeitstage in der BG Klinik beschrieb Stöckle als „überaus arbeitsreich und interessant. Ich bin sehr offen aufgenommen worden, habe versucht, möglichst viele Mitarbeiter persönlich kennenzulernen, und habe bereits jetzt einen sehr positiven Eindruck von der gesamten Klinik.“ Zur Kooperation mit der Universität sagte er: „Der Lehrstuhl für Unfallchirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen ist für die BG Klinik von großer Bedeutung. Durch die direkte Anbindung an die Universität können wir wichtige Forschungsprojekte wie z.B. zur Knochenbruchheilung, Erforschung der Immunantwort auf das Trauma, Entwicklung neuer Implantate oder auch Operationstechniken professionell durchführen.“ Die Forschung werde einen festen Stellenwert in seiner Arbeit und auch innerhalb der BG Klinik einnehmen. „Meine eigenen klinischen Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Knochenheilung, der Entwicklung neuer Implantate sowie in der Weiterentwicklung von Bildgebungs- und Navigationstechniken“, so Stöckle. Fabian Ritter, Geschäftsführer des Trägervereins der BG Kliniken Tübingen und Ludwigshafen, ergänzte: „Da die Forschung ein wichtiger Faktor ist, um die Bedeutung und Außenwirkung der BG Klinik und unserer universitären Kooperationspartner weiter zu steigern, haben wir eigens eine Abteilung für unfallmedizinische Forschung gegründet und werden an der BG Klinik ein Forschungslabor zur gemeinsamen Nutzung aufbauen.“ Professor Dr. Heinz-Dieter Assmann, Prorektor der Eberhard Karls Universität Tübingen, stellte zur Kooperation fest: "Mit der Einführung des neuen Ärztlichen Direktors der BG Klinik wird die Zusammenarbeit zwischen der Universität Tübingen, dem Universitätsklinikum und der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen zum Vorteil aller Parteien ausgebaut und vertieft. Indem der neue Ärztliche Direktor der BG als Professor der Universität Tübingen berufen wurde und die Aufgaben eines Universitätsprofessors übernimmt, wird nicht nur die Kooperation in Forschung und Lehre zwischen den Kooperationspartnern, sondern auch die klinische Forschung in der BG selbst gestärkt. Das ist eine Entwicklung, die auch für die Patientenversorgung große Vorteile bringt."
Zahlreiche Gäste überbrachten Prof. Stöckle und der BG Klinik ihre Grüße. Ministerialdirektor Klaus Tappeser sprach für das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer betonte: „Die BG Klinik ist ein Glücksfall für Tübingen – als Arbeitgeber, als wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung und als Teil der Infrastruktur für die gesamte Region.“ Er gratulierte dem neuen Klinikchef zu seiner verantwortungsvollen Aufgabe und dankte dem scheidenden Direktor Kuno Weise für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit – nicht zuletzt beim blauen Klinikdach, auf dem Solarzellen für umweltfreundlichen Strom sorgen.
Petra Zilch, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Spitzenverbands „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“ begrüßte Prof. Stöckle mit den Worten: "Die gesetzliche Unfallversicherung verfolgt das Ziel, die Opfer von Arbeits- und Schulunfällen optimal zu versorgen. Wir freuen uns daher, dass ein so talentierter wie renommierter Arzt wie Prof. Ulrich Stöckle das Amt des Ärztlichen Direktors der BG Klinik Tübingen übernimmt." Als Vertreter des Vorstandes des Universitätsklinikums Tübingen und des Vorstandes der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen grüßte Prof. Dr. med. Ingo B. Autenrieth, Dekan der Medizinischen Fakultät.
Weitere Grußworte überbrachten Prof. Dr. med. Volker Bühren, Sprecher der Ärztlichen Direktoren der Vereinigung berufsgenossenschaftlicher Kliniken, und Prof. Dr. med. Kuno Weise, langjähriger Ärztlicher Direktor der BG Klinik Tübingen und Amtsvorgänger von Prof. Stöckle.
Hintergrund
Prof. Dr. med. Ulrich Stöckle begann sein Medizinstudium 1984 an der Technischen Universität München. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete und forschte er am Virchow Klinikum der Humboldt Universität zu Berlin. Im Jahr 2002 wurde der gebürtige Göppinger leitender Oberarzt der Unfallchirurgie der Charité Berlin. Aufgrund seiner herausragenden klinischen Tätigkeit wurde er zum stellvertretenden Klinikdirektor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Berliner Universitätsklinik ernannt. Nach 14 Jahren in Berlin zog es ihn zurück nach München, wo er seit 2007 als Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München tätig war. Stöckle verfügt national und international über einen ausgezeichneten Ruf als Unfallchirurg und Wissenschaftler. Einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit sieht er in der unfallchirurgischen Forschung. Seine klinischen Schwerpunkte liegen insbesondere in der Versorgung von Mehrfachverletzten, in der Hüft- und Beckenchirurgie, der Wirbelsäulenchirurgie sowie der minimal-invasiven computerassistierten Chirurgie.
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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30.03.2011
Patienteninformation zu künstlichem Gelenkersatz
Am Mittwoch, den 06.04.2011 lädt die BG Klinik Tübingen, wie an jedem ersten Mittwoch des Monats, zukünftige Patienten der Sektion Endoprothetik sowie alle anderen Interessierten zu einer Patienteninformationsveranstaltung zum Thema künstlicher Gelenkersatz an Hüfte und Knie ein.
Für Interessierte, die ein künstliches Gelenk an Hüfte oder Knie bekommen sollen, gibt es in der BG Klinik seit vier Jahren eine spezielle Informationsveranstaltung, zu der sie im Vorfeld ihres geplanten Krankenhausaufenthalts auf schriftlichem Wege eingeladen werden. „Ziel dieses natürlich kostenlosen Angebots ist es, die Patienten bereits vor ihrer Operation mit der notwendigen Begleit- und Nachbehandlung vertraut zu machen“, erklärt Dr. Peter de Zwart, leitender Arzt der Sektion für Endoprothetik an der BG Klinik. „Wir geben gezielte Informationen über Mobilisationstechniken und die Handhabung von Gehhilfen sowie über den Einsatz spezieller Hilfsmittel wie der sogenannten „helfenden Hand“.“ In praktischen Übungen werden die Patienten von Physiotherapeuten der Klinik mit der Mobilisation und Hilfsmittelanwendung vertraut gemacht. Sektionsleiter Dr. de Zwart steht gemeinsam mit erfahrenen Physiotherapeuten als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Veranstaltungen werden jeweils am ersten Mittwoch des Monats von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hörsaal der BG Klinik angeboten. „Eingeladen sind alle, die bereits einen Termin zur Implantation eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks haben, sowie alle übrigen Interessierten, die sich über die Möglichkeiten der Behandlung mit künstlichen Gelenken informieren wollen“, sagt Dr. de Zwart. Die nächste Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, den 04. Mai 2011 um 15:00 Uhr im Hörsaal der BG Klinik statt.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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21.03.2011
Zu Fuß von Leipzig nach Tübingen
Roland Zahn (74) ist seit fünf Jahren oberschenkelamputiert. Heute startet er eine Wanderung von Leipzig nach Tübingen - mit einer Beinprothese. Er will die rund 1000 km lange Strecke in 82 Wandertagen bewältigen und am 06. Juli, dem Jahrestag seiner Amputation, in der BG Klinik Tübingen ankommen.
„Der 06.07.2006 ist mein zweiter Geburtstag“, sagt der gebürtige Leipziger Roland Zahn. An diesem Tag mussten ihm die Ärzte der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) sein schwer infiziertes rechtes Bein amputieren. Die auf eine chronische Durchblutungsstörung zurückzuführende Infektion des Beines von Roland Zahn, drohte sich zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung des gesamten Organismus auszuweiten. Nach der Operation wurde Zahn auf der Intensivstation der BG Klinik weiterbehandelt. Er lag im künstlichen Koma und musste maschinell beatmet werden.
Bewegung hilft
„Nach meiner Operation habe ich mich trotz Beinprothese ein Jahr lang überwiegend mit einem Rollstuhl fortbewegt“, berichtet Roland Zahn. „In dieser Zeit habe ich nicht daran geglaubt, jemals wieder mit einer Prothese richtig laufen und aktiv sein zu können. Da war eine Weiche falsch gestellt in meinem Kopf. Erst durch Ermutigung von außen habe ich wieder richtig Laufen gelernt - mit Prothese.“ Zahn begann regelmäßig zu wandern. Jetzt, fünf Jahre nach seiner Operation, will Zahn mit seiner Wanderung anderen Menschen mit Prothesen Mut machen. „Die in dieser Form vielleicht bisher einmalige Wanderung soll und kann Beinamputierten aktiv helfen, Informationen zu Hilfsmitteln und besserer prothetischer Versorgung zu erhalten. Sie soll motivieren, zur Akzeptanz von Anstrengungen herausfordern, Fähigkeiten, Zutrauen, Entwicklungen und Erfolgserlebnisse mit Spaß ermöglichen“, erklärt Zahn. „Ich will dazu beitragen, Isolierungen und Depressionen aufzubrechen, also mit weniger Hindernissen und größerer Mobilität alle Weichen in Richtung Zukunft zu stellen.“
Von Leipzig nach Tübingen
Die Route der Wanderung führt von Zahns Geburtsort Leipzig in Sachsen zum Ort seiner „zweiten Geburt“, nach Tübingen in Baden Württemberg. Dort will er am Jahrestag seiner „zweiten Geburt“, dem 06. Juli., ankommen. Für die Strecke von rund 1000 km hat er insgesamt 82 Wandertage eingeplant, unterteilt in 19 Wanderabschnitte mit durchschnittlich vier Wandertagen. Die tägliche Strecke beträgt 12 bis 13 Kilometer. Danach folgen jeweils ein oder zwei Ruhetage, die der Regeneration und der Organisation der nächsten Tage dienen. Zusätzlich sind 5 "Puffertage" eingeplant, die Verzögerungen oder Zwangspausen ausgleichen sollen. „Einen Tag vor jedem Ruhetag sowie gelegentlich am Ruhetag, ist ein Event bei Herstellern von orthopädischen Hilfsmitteln, Sanitäts- und Orthopädiehäusern entlang der Wanderroute vorgesehen, zu dem amputierte Menschen der jeweiligen Region mit ihren Angehörigen und Freunden herzlich eingeladen sind“, erklärt Roland Zahn.
Mitwandern
„Jeder ist herzlich willkommen, mit mir zu wandern, egal ob ‚Einbeiner’ oder ‚Zweibeiner’“, sagt Zahn. Interessenten können sich telefonisch mit ihm in Verbindung setzen (unter 0151/5826 4176 oder 0163/4895 613). Die tägliche Strecke wird gegen 08:00 Uhr morgens in Angriff genommen. Ausreichend Wanderverpflegung und Getränke müssen mitgebracht werden, gerastet wird nicht in Gaststätten, sondern in freier Natur „auf Baumstämmen, Bänken oder im Gras“, erklärt Zahn. „Alle Tübinger sind herzlich eingeladen, die letzten Kilometer ab Bebenhausen mitzuwandern.“
Alle Informationen zur Tour von Roland Zahn sind im Internet unter
www.bewegung-hilft-dir.de zu finden.
Ziel in Tübingen
Wenn alles wie geplant verläuft, wird Roland Zahn am Nachmittag des 06.07. in der BG Klinik in Tübingen ankommen. „Wir finden die Initiative von Roland Zahn großartig. Er macht anderen Amputierten mit seiner persönlichen Geschichte und seiner außergewöhnlichen Initiative Mut“, sagt Michael Schuler, Kaufmännischer Direktor der BG Klinik. „Wir hoffen, dass Roland Zahn seine Wanderung wie von ihm geplant absolvieren kann. Unsere Physiotherapeuten werden auf jeden Fall schon einmal eine Regenerationsmassage für Herrn Zahn vorbereiten.“
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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15.03.2011
Vom Tübinger Schnarrenberg auf den Mount Everest
Dr. Matthias Baumann und seine Frau Anja Klittich-Baumann, beide in der
Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) angestellt, wollen Anfang April 2011 den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest im Himalaya, besteigen.
„Wenn die Besteigung gelingt, wären wir das erste deutsche Ehepaar auf dem Gipfel des Mount Everest“, sagt Dr. Matthias Baumann, Facharzt für Unfallchirurgie an der BG Klinik Tübingen. „Und wahrscheinlich auch das erste Ehepaar auf dem Mount Everest, das gemeinsam in einer BG Unfallklinik arbeitet“, ergänzt Anja Klittich-Baumann, die als Sporttherapeutin in Ambulanten Therapiezentrum der BG Klinik tätig ist. Beide haben 2009 schon gemeinsam einen Achttausender im Himalaya bestiegen, den 8201 Meter hohen Cho Oyu. Warum sie jetzt auf den Mount Everest wollen? „Weil er der Höchste Berg der Welt ist“, sagt Matthias Baumann schmunzelnd und mit einem Glänzen in den Augen.
„Die Besteigung eines solch hohen Berges ist immer mit großen Risiken verbunden“, weiß Matthias Baumann, der seit 2003 als Notfallmediziner in den Alpen Rettungshubschraubereinsätze macht. „Aus diesem Grund ist die richtige Vorbereitung extrem wichtig, im Zweifelsfall sogar überlebenswichtig.“ Deshalb trainiert das Ehepaar regelmäßig Kondition bei Waldläufen im heimischen Schönbuch und macht ausgedehnte Skitouren in den Alpen. „Es ist nicht immer einfach, den zeitaufwendigen Job in der BG Klinik, mit den Vorbereitungen auf eine solche Tour unter einen Hut zu bringen“, erklärt Matthias Baumann. „Aber der Mount Everest ist ein Ziel, für das sich die Anstrengungen lohnen.“ Acht Wochen werden sich die Baumanns Zeit nehmen, um den höchsten Berg der Welt zu bezwingen. Baumann: „Danach sind der Jahresurlaub und die Überstunden weg.“ Am 08. April startet die Expedition in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Wenn alles wie geplant läuft, stehen die Baumanns Mitte Mai auf dem höchsten Punkt der Erde.
Die BG Klinik Tübingen unterstützt das Ehepaar Baumann bei seinem einzigartigen Vorhaben. „Eine Mount Everest-Tour ist eines der wirklich letzten großen Abenteuer auf unserem Planeten. Wir freuen uns, dass wir zwei Mitarbeiter in unserer Klinik haben, die diesen außergewöhnlichen Traum realisieren wollen“, sagt Michael Schuler, Kaufmännischer Direktor der BG Klinik. „Wir unterstützen die Baumanns bei den kostenintensiven Vorbereitungen der Expedition und wünschen ihnen alles Gute für Ihr Vorhaben und vor allem, dass sie gesund wieder nach Hause kommen.“ Im Gegenzug werden die Baumanns, wenn sie den Gipfel des Mount Everest wohlbehalten erreichen, eine Fahne mit dem Logo der BG Klinik im Gepäck haben.
„ -Spitzenmedizin menschlich- auf dem höchsten Berg der Welt, das ist doch was“, sagt Matthias Baumann in Anlehnung an das Motto der BG-Kliniken.
Weitere Informationen zur Mount Everest-Expedition von Anja Klittich-Baumann und Matthias Baumann finden Sie unter www.friends4everest.de.
Das angehängte Bild zeigt das Ehepaar Baumann auf dem Gipfel des 8201 Meter hohen Cho Oyu im Himalaya.Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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01.03.2011
Abgetrennte Körperteile: Wichtig sind Erstversorgung und Zeitfaktor
Spezialisten des Replantationszentrums der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) geben Ratschläge für das richtige Verhalten im Notfall.
„Wir können heutzutage vielen Patienten erfolgreich helfen, denen bei Unfällen Gliedmaßen abgetrennt wurden“, versichert Univ. Prof. Dr. Hans-Eberhard Schaller, Direktor der Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie an der BG Klinik, in der pro Jahr über 200 Replantationen von kompletten und partiellen Amputationen durchgeführt werden. Der Ordinarius für Plastische, Hand- und Verbrennungschirurgie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen betont, dass der Faktor Zeit bei der Behandlung von Amputationsverletzungen eine äußerst wichtige Rolle spiele. Je schneller der Patient in ein Replantationszentrum komme, umso größer seien die Erfolgschancen der mikrochirurgischen Behandlung. Bei korrekt gekühlten Amputaten mit wenig Muskulatur sollte der Zeitraum zwischen Verletzung und Operation maximal 24 Stunden betragen. Bei amputierten Körperteilen mit hohem Muskulaturanteil, etwa Arm oder Unterschenkel, verkürze sich die Zeitspanne auf maximal acht Stunden.
Richtige Hilfe am Unfallort
Was sollen die Ersthelfer am Unfallort tun? „Nach der Alarmierung des Rettungsdienstes und der stabilisierenden Lagerung des Verletzten müssen die Blutung am Amputationsstumpf mit einem Druckverband gestoppt und die Wundfläche abgedeckt werden, wenn möglich steril“, erläutert Oberarzt Dr. Afshin Rahmanian-Schwarz. Der Facharzt für Plastische Chirurgie an der BG Klinik betont: „Abgetrennte Körperteile dürfen niemals direkt auf Eis gelagert werden, da sie dann gefrieren und nicht mehr replantiert werden können. Sie dürfen auch nicht ungeschützt in Eiswasser transportiert werden, weil das Gewebe aufquillt und unbrauchbar wird.“
Das richtige Vorgehen: Abgetrennte Gliedmaßen in ein trockenes, steriles Tuch einschlagen und in einen Plastikbeutel verpacken, der dicht verschlossen in Eiswasser bei plus vier Grad Celsius gelagert wird.
Die Behandlung in der Klinik
„Ob eine Replantation sinnvoll ist, kann nur der Plastische Chirurg in der Klinik entscheiden“, betont Rahmanian-Schwarz. Am erfolgreichsten könnten glatte Abtrennungen mit geringen Weichteilverletzungen behandelt werden. Ein wichtiges Kriterium bei der Versorgung sei auch der Gesamtzustand des Patienten. Begleiterkrankungen und Rauchen z.B. verschlechtern die Prognose. Nach der Replantation werde der Patient auf der Intensivstation weiter behandelt, wo man die Durchblutung des angenähten Körperteils ständig überwache. Beim Auftreten von Komplikationen erfolge eine sofortige erneute Operation.
Patienten mit großen Replantationen benötigen in der Regel nach dem Abschluss der Akutbehandlung eine spezielle Rehabilitation. „In der BG Klinik beginnt die Behandlung durch spezialisierte Physio- und Ergotherapeuten bereits am ersten Tag nach der Operation“, berichtet Professor Schaller.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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Sven Sender
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08.02.2011
Tierbisse nicht auf die leichte Schulter nehmen
Verletzungen durch Tierbisse kommen häufiger vor als allgemein angenommen. Experten schätzen, dass bundesweit pro Jahr zwischen 30.000 und 50.000 Menschen allein wegen Hundebissen ärztlich behandelt werden. Ärzte der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) geben Hinweise zum richtigen Verhalten bei Tierbissverletzungen.
”Sicherheitshalber sollten alle Tierbisse, bei denen die Haut des Gebissenen durchtrennt worden ist, wegen der sehr großen Infektionsgefahr von einem Arzt begutachtet werden“, rät Dr. Jörg R. Rether, Leitender Arzt der Sektion Traumatologie der BG Klinik. Oberarzt Dr. Andreas Nusche, Plastischer Chirurg und Hand-Chirurg an der BG Klinik ergänzt: „Selbst bei nicht blutenden, oberflächlichen Kratzern muss an eine Tollwut- oder Tetanus-Infektion gedacht werden. Sobald die Haut durchdrungen wurde, sollte eine chirurgische Versorgung stattfinden.“
Schnell in die Notfall-Ambulanz
Rund 200 Patienten kommen jedes Jahr nach Tierbissen in die Notfall-Ambulanz der BG Klinik. Dr. Rether: „Häufig handelt es sich um Hundebisse in Arm oder Bein sowie Katzenbisse in Hände und Finger.“ In Tübingen kommt es durch die Universitätsklinik mit entsprechenden Tierlabors auch häufig zu Bissverletzungen durch Laborratten, Mäuse oder auch Affen. Zum Thema Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Tierbissen sagt Dr. Nusche: „Der Gebissene sollte möglichst sofort die Ambulanz einer chirurgischen Klinik aufsuchen. Die Wunde kann bis dahin mit einer sterilen Kompresse oder einem sauberen Tuch abgedeckt werden.“ Ist eine sofortige Vorstellung in einer chirurgischen Ambulanz nicht möglich, dann sollte die Wunde gründlich mit Wasser und Seife ausgewaschen werden, um die Keimzahl zu vermindern und dann steril abgedeckt werden. Danach sollte wieder so schnell wie möglich eine chirurgische Ambulanz aufgesucht werden.
Impfung gegen Wundstarrkrampf
Die Behandlung einer Tierbisswunde reicht von der reinen Desinfektion oberflächlicher Verletzungen bis hin zu ausgedehnten Gewebeausschneidungen bei tiefen Wunden. „Hierzu wird der Patient in Narkose gelegt. Die sogenannte Wundtoilette wird dann im Operationssaal unter sterilen Bedingungen durchgeführt“, erklärt Dr. Rether. Von großer Bedeutung nach Tierbissen ist die Überprüfung des Tetanus-Impfschutzes des Verletzten. „Jeder Tierbiss kann die Erreger des gefürchteten Wundstarrkrampfes übertragen. Deshalb muss bei unzureichendem Impfschutz oder unklarem Impfstatus unverzüglich nachgeimpft werden“, betont Dr. Rether. „Bei Hundebissen ist immer auch zu prüfen, ob das Tier gegen Tollwut geimpft ist.“ Bei Bissen von nicht gegen Tollwut geimpften Hunden und Wildtieren empfiehlt sich im Einzelfall eine nachträgliche Tollwut-Immunisierung des Verletzten.
Infektionsrisiko nach Katzenbissen besonders hoch
Bis zur Hälfte aller Bissverletzungen finden sich im Hand- und Handgelenksbereich. Für diese Patienten sind die Handchirurgen der BG Klinik zuständig. Bissverletzungen der Hand zeigen im Vergleich zu Bissverletzungen anderer Körperregionen ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko. „Besonders Katzenbisse sind aufgrund der punktionsartigen Bisswunde mit tiefem Eindringen von hoch infektiösen Keimen von einer hohen Infektionsrate begleitet. Die Größe der Tierbisswunde täuscht häufig über die Tiefe des Bisskanals hinweg“, erklärt Dr. Nusche. „Nach dem der Tetanusschutz des Patienten sowie das Risiko einer Tollwutinfektion abgeklärt wurden, wird der Tierbiss unter Narkose bis weit in das gesunde Gewebe hinein ausgeschnitten. Danach wird die Wunde nur locker adaptiert und zum Offenhalten der Wunde wird eine Kette aus einer antibiotisch wirkenden Substanz eingelegt.“ Abschließend werden die benachbarten Gelenke durch eine Gipsschiene ruhiggestellt. Die Wunde muss danach in engen Abständen kontrolliert werden, da Katzenbisse nicht selten zu Infektionen an Gelenken, Muskeln und Sehnen führen. Häufige infektiöse Komplikationen bei fehlender oder ungenügender Primärtherapie im Handbereich sind Sehnenscheidenentzündungen der Beugesehnen, unscharf begrenzte Weichteilentzündungen des Handrückens und eitrige Gelenkentzündungen. Diese stellen handchirurgische Notfälle dar und bedürfen einer sofortigen operativen Behandlung.
Im Gesicht häufig große Wunden
Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) in der BG Klinik ist die richtige Anlaufstelle für Patienten mit Tierbissverletzungen im Gesichts- und Halsbereich. „Gott sei Dank sehen wir pro Jahr nur rund fünf bis sechs Patienten mit Gesichtsverletzungen durch Tierbisse“, berichtet MKG-Oberarzt Privat-Dozent Dr. Dr. Michael Krimmel. „Leider handelt es sich hierbei aber häufig um schwere Verletzungen mit ausgedehnten Wunden, in der Regel verursacht durch Hundebisse.“ Betroffen sind vor allem Kinder. „Patienten mit Bissverletzungen im Gesicht haben unter Umständen ausgedehnte Gewebezerreißungen, die stark bluten können“, berichtet Dr. Krimmel. „Im Falle einer Blutung sollte man versuchen, diese mit sterilen Verbandkompressen oder einem sauberen Tuch zu stillen. Danach muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.“ Die ärztliche Behandlung beginnt mit einer desinfizierenden Reinigung der Wunde. Im Anschluss daran wird die Wunde mit einer plastisch-chirurgischen Naht verschlossen. Dr. Krimmel: „Gesichtsverletzungen durch Tierbisse werden immer genäht, um spätere Entstellungen und Funktionseinschränkungen des Gesichts soweit wie möglich zu vermeiden. Wir tun dies, obwohl die Wunden als infiziert zu betrachten sind, weil wir so dem Patienten zumindest die theoretische Chance auf eine kosmetisch vorteilhafte Wundheilung erhalten.“ Danach werden alle Patienten mit Antibiotika behandelt, um eine Infektion durch Keime, die durch den Biss in die Wunde gelangt sind, zu bekämpfen. Katzenbisse im Gesicht sind eher selten. Eine Rarität sind auch Pferdebisse, die aber zu Verletzungen mit großem Gewebeverlust führen können. „Ein Pferd kann einem Menschen problemlos die Unterlippe abbeißen“, weiß Dr. Krimmel. „In so einem Fall können wir versuchen, den entstandenen Defekt mit einer Eigengewebeverpflanzung des Patienten zu decken.“
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
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07.02.2011
Kunst in der BG Klinik
Unter dem Titel „Goldene Zeiten“ präsentiert die Tübinger Künstlerin Martina Nehr-Kley vom 11. Februar bis 25. August eine Auswahl ihrer Bilder in der BG Unfallklinik Tübingen.
Die abstrakten Bilder von Martina Nehr-Kley, die in Tübingen Kunstgeschichte und Sinologie studiert hat, sind stark von barocker Kunst und chinesischer Kalligrafie geprägt. In ihrer aktuellen Ausstellung beschäftigt sich die Künstlerin viel mit der Farbe Gold. „Mit Spachteltechnik versuche ich, eine Rauhheit und Energie in den Bildern zu erzeugen, die durchaus als symbolisch zu verstehen sind“, sagt Martina Nehr-Kley über die Exponate in der BG Klinik. „Hierzu nehme ich starke Farben wie Rot, Blau und Schwarz im Kontrast zu Gold. Die Kombination aus diesen Elementen verstärkt die Unruhe im Bild und bringt gleichzeitig die Ambivalenz eines faszinierenden Glanzes hinein.“
Die Bilder von Martina Nehr-Kley sind vom 11. Februar bis 25. August 2011 in der BG Klinik auf der Ebene -1 täglich von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr zu sehen.
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25.01.2011
Patienteninformation zu künstlichem Gelenkersatz
Am Mittwoch, den 02.02.2011 lädt die BG Klinik Tübingen, wie an jedem ersten Mittwoch des Monats, zukünftige Patienten der Sektion Endoprothetik sowie alle anderen Interessierten zu einer Patienteninformationsveranstaltung zum Thema künstlicher Gelenkersatz an Hüfte und Knie ein.
Für Interessierte, die ein künstliches Gelenk an Hüfte oder Knie bekommen sollen, gibt es in der BG Klinik seit vier Jahren eine spezielle Informationsveranstaltung, zu der sie im Vorfeld ihres geplanten Krankenhausaufenthalts auf schriftlichem Wege eingeladen werden. „Ziel dieses natürlich kostenlosen Angebots ist es, die Patienten bereits vor ihrer Operation mit der notwendigen Begleit- und Nachbehandlung vertraut zu machen“, erklärt Dr. Peter de Zwart, leitender Arzt der Sektion für Endoprothetik an der BG Klinik. „Wir geben gezielte Informationen über Mobilisationstechniken und die Handhabung von Gehhilfen sowie über den Einsatz spezieller Hilfsmittel wie der sogenannten „helfenden Hand“.“ In praktischen Übungen werden die Patienten von Physiotherapeuten der Klinik mit der Mobilisation und Hilfsmittelanwendung vertraut gemacht. Sektionsleiter Dr. de Zwart steht gemeinsam mit erfahrenen Physiotherapeuten als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Veranstaltungen werden jeweils am ersten Mittwoch des Monats von 14:30 bis 16:00 Uhr im Hörsaal der BG Klinik angeboten. „Eingeladen sind alle, die bereits einen Termin zur Implantation eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks haben, sowie alle übrigen Interessierten, die sich über die Möglichkeiten der Behandlung mit künstlichen Gelenken informieren wollen“, sagt Dr. de Zwart. Die nächste Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, den 02. Februar 2011 um 14:30 Uhr im Hörsaal der BG Klinik statt.
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20.12.2010
Prof. Dr. Stöckle wird neuer Ärztlicher Direktor der BG Klinik TübingenDer Vorstand des Klinikträgers der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) hat Prof. Dr. Ulrich Stöckle (46) zum neuen Ärztlichen Direktor der Tübinger BG Klinik gewählt. Prof. Stöckle ist seit 2007 Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Er wird zum 1. April 2011 als Ärztlicher Direktor der BG Klinik Tübingen die Nachfolge von Prof. Dr. Kuno Weise antreten, der altersbedingt aus seinem Amt ausgeschieden ist. Wie auch sein Vorgänger soll Prof. Stöckle zugleich die Professur für Unfallchirurgie an der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen übernehmen.
Aus einem hochkarätigen Bewerberfeld hat der Vorstand des Vereins für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V., Träger der BG Kliniken Tübingen und Ludwigshafen, Prof. Dr. med. Ulrich Stöckle als neuen Ärztlichen Direktor der BG Klinik Tübingen ausgewählt. Vorausgegangen war eine Abstimmung in einer gemeinsam von Vertretern des Klinikträgers und der Universität Tübingen besetzten Kommission.
Prof. Stöckle verfügt national und international über einen ausgezeichneten Ruf als Unfallchirurg und Wissenschaftler. Während seiner Zeit als Leiter der Unfallchirurgie am Klinikum rechts der Isar hat er darüber hinaus bewiesen, dass er als Führungskraft hervorragend in der Lage ist, die mit der Leitung einer modernen Klinik verbundenen Managementaufgaben effizient und erfolgreich zu lösen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit ihm unseren Wunschkandidaten für das Amt des Ärztlichen Direktors in Tübingen verpflichten konnten“, sagt Fabian Ritter, Geschäftsführer des Trägers der BG Klinik Tübingen.
„Ich freue mich sehr, zukünftig in diesem herausragenden Traumazentrum tätig sein zu können“, sagt Prof. Stöckle. „Gerne stelle ich mich den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen, die mit dem Amt des Ärztlichen Direktors eines so renommierten Hauses wie der Tübinger BG Klinik verbunden sind.“ In der Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern will er dazu beitragen, „das Berufsgenos-senschaftliche Heilverfahren weiter erfolgreich zu optimieren, sowohl zum Nutzen der Versicherten als auch zum Nutzen der Kostenträger.“ Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Ärztlicher Direktor der BG Klinik soll Prof. Stöckle auch den Lehrstuhl für Unfallchirurgie der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen übernehmen. Durch die Berufung von Professor Stöckle zum ordentlichen Professor der Universität Tübingen soll laut Ritter die bewährte Zusammenarbeit der "BG" mit den Einrichtungen der Universität Tübingen vertieft werden.
Prof. Stöckle wird einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit auch auf die unfallchirurgische Forschung legen. Die klinischen Schwerpunkte von Prof. Stöckle liegen insbesondere in der Versorgung von Mehrfachverletzten, in der Hüft- und Beckenchirurgie, der Wirbelsäulenchirurgie sowie der minimal-invasiven computerassistierten Chirurgie. Bei seinen Forschungsarbeiten konzentrierte sich Prof. Stöckle in den vergangenen Jahren schwerpunktmäßig auf die Entwicklung neuer Implantate und verbesserter Operationstechniken.
Sein Medizinstudium begann Prof. Stöckle 1984 an der Technischen Universität München. Nach seinem Studium arbeitete und forschte er am Virchow Klinikum der Humboldt Universität in Berlin. Im Jahr 2002 wurde der gebürtige Göppinger leitender Oberarzt der Unfallchirurgie der Charité Berlin. Aufgrund seiner herausragenden klinischen Tätigkeit wurde er zum stellvertretenden Klinikdirektor des Zentrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Berliner Universitätsklinik ernannt. Nach 14 Jahren in Berlin zog es ihn zurück nach München, wo er seit 2007 als Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie am Klinikum rechts der Isar tätig ist.
Der Sohn eines Internisten, der in seiner Freizeit gerne Ski fährt, segelt oder Golf spielt, möchte „an die gute Arbeit meiner Vorgänger anknüpfen und die Kooperation mit der Universität Tübingen weiter ausbauen“. Sein besonderes Anliegen ist es, „alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen an der positiven Weiterentwicklung der Klinik zu beteiligen“. Er sieht der Zusammenarbeit mit Vorfreude entgegen. Pro-fessor Stöckle bildet zusammen mit der Pflegedirektorin Doris Dietmann und dem Kaufmännischen Direktor Michael Schuler künftig das Direktorium der BG Klinik in Tübingen. Beide Kollegen freuen sich schon auf den neuen Ärztlichen Direktor. „Wir sind uns sicher, dass wir ein gutes Team werden. Kooperative Führung und kollegiale Zusammenarbeit an der Spitze unserer Klinik sind Grundvoraussetzung für eine gute Arbeit zum Wohle der Patienten“, meint Michael Schuler. „Professor Stöckle passt hervorragend in unser Team und gemeinsam werden wir die Klinik medizinisch, wissenschaftlich und wirtschaftlich voranbringen.“
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerzthe-rapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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03.12.2010
Pressemitteilung
BG Klinik unterstützt „Tag des brandverletzten Kindes“
Der Verein Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. ruft am 07.12.2010 erstmals zum bundesweiten „Tag des brandverletzten Kindes“ auf. Ärzte der Klinik für Plastische Chirurgie an der BG Klinik geben anlässlich des Aktionstages Tipps, wie Verbrennungsverletzungen bei Kindern vermieden werden können und welche Erste Hilfe Maßnahmen im Notfall sinnvoll sind.
Nach Informationen von „Paulinchen e.V.“ müssen jährlich ca. 6000 Kinder unter 15 Jahren aufgrund schwerer Brandverletzungen stationär in Kliniken aufgenommen werden. Mehr als 30 000 Kinder mit Verbrennungen und Verbrühungen müssen ärztlich versorgt werden. Bei Kindern überwiegen Verbrühungsunfälle und meistens können Erwachsene nicht mehr schnell genug eingreifen. Ursachen sind vor allem heiße Flüssigkeiten, gefolgt von Berührungen mit heißen Gegenständen, wie z. B. Kaminöfen sowie Flammen, Brände und Säuren.
Eltern können Unfälle vermeiden
„Die meisten Brandverletzungen bei Kindern, könnten durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen wie z. B. Schutzgitter vor Öfen, Vorsicht im Umgang mit brennenden Kerzen gerade jetzt zur Weihnachtszeit und heißen Getränken vermieden werden“, sagt Universitätsprofessor Hans-Eberhard Schaller, Direktor der Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie an der BG Klinik Tübingen. Herabstürzende Wasserkocher, umgekippte Kaffee- oder Teetassen sowie die Verwendung von Brandbeschleunigern beim Grillen führen bei Kindern immer wieder zu schweren Brandverletzungen. „Ein Erwachsener erleidet durch 45 Grad heißes Wasser bei einer Einwirkzeit von 31 Sekunden eine drittgradige Verbrennung. Beim Kleinkind dauert es nur zehn Sekunden“, erklärt Prof. Schaller. Der Inhalt einer Kaffeetasse kann 30 Prozent der Hautoberfläche eines Kleinkindes verbrühen und dabei zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. „Richtige Aufklärung von Eltern und Kindern durch Präventionskampagnen sehen wir deshalb als eine unserer wichtigsten Aufgaben, um Unfälle zu verhindern“, betont Prof. Schaller.
Richtige Erste Hilfe Maßnahmen
Zur wichtigen Erstmaßnahme gehört das Entfernen heißer Textilien sowie das Kühlen des thermisch geschädigten Hautareals mit Leitungswasser. „Die richtige Kühltemperatur liegt zwischen 10 und 20 Grad für maximal 10 Minuten. Die Kaltwassertherapie soll verhindern, dass sich die Verbrennung in tiefere Hautschichten ausbreitet“, erklärt Dr. Afshin Rahmanian-Schwarz, Oberarzt an der Klinik für Plastische Chirurgie. Hausrezepte wie das Auftragen von Butter, Mehl oder Zahnpasta bringen dagegen nichts, sondern schaden der Verletzung viel mehr. Bei großflächigen thermischen Schädigungen sowie Verbrennungen der Hände und Füße, des Gesichts, des Genitalbereichs sowie der großen Gelenke gehört das Kind in die Obhut eines Verbrennungszentrums. „Verbrennungen sehen am Anfang nie so schlimm aus. Erst im Verlauf, wenn sich die Verbrennung in tiefere Hautschichten absetzt, zeigt sich das volle Ausmaß“, mahnt Dr. Rahmanian-Schwarz.
Schwere Zeit für die Familie
Die Behandlung brandverletzter Kinder ist in vielfältiger Weise belastend für die kleinen Patienten. „Je nach Tiefe der Verbrennung muss das verbrannte Gewebe operativ entfernt und die betroffene Stelle mit einer Hauttransplantation bedeckt werden“, erklärt Prof. Schaller. „Die entnommenen dünnen Hautschichten, müssen auf den verletzten Gebieten erst anwachsen, bevor mit der Rehabilitation begonnen werden kann“. Nachdem alle Brandwunden mit Haut versorgt und verheilt sind, bekommt das Kind einen maßangefertigten dehnbaren Druckverband, der ein bis zwei Jahre 24 Stunden am Tag getragen werden muss. Der Verband dient dazu, eine übermäßige Narbenentwicklung zu verhindern. Damit die Haut trotz Narben elastisch bleibt, müssen diese täglich eingecremt, verbunden und mit Krankengymnastik behandelt werden.
Die psychische Belastung ist für die betroffenen Kinder, Eltern und Geschwister groß. „Die verletzten und traumatisierten Kinder sowie die Eltern brauchen intensive psychologische Betreuung zur Reintegration in den Alltag“, sagt Dr. Rahmanian-Schwarz. Hilfe von Angehörigen und Freunden sei daher wichtig. „Paulinchen e.V.“ unterstützt die Betroffenen mit Gesprächen und hilfreichen Informationen. Seit 1996 bietet der Verein jährlich das „Paulinchen-Seminar“ an, bei dem sich Kinder und Eltern zusammen mit Spezialisten ein Wochenende lang über ihre Erlebnisse austauschen können. „Wir arbeiten schon viele Jahre mit Paulinchen zusammen und begrüßen die Initiative zum Tag des brandverletzten Kindes sehr“, sagt Prof. Schaller abschließend.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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29.09.2010
Pressemitteilung
Ärztlicher Direktor Univ. Prof. Dr. Kuno Weise geht in den Ruhestand
Zum 30. September 2010 geht Prof. Dr. med. Kuno Weise (65) in den Ruhestand. Mehr als 14 Jahre lang leitete er als Ärztlicher Direktor die medizinischen Geschicke der Berufs-genossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik). In dieser Zeit hatte er auch die Professur für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen inne.
Prof. Kuno Weise kann auf eine lange und erfolgreiche berufliche Karriere zurückblicken. Höhepunkte seiner ereignisreichen Laufbahn waren die Ordinariate für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, die er aufeinander folgend an den Universitäten Leipzig und Tübingen bekleidete.
Zwei Lehrstühle
Von Ende 1993 bis Anfang 1996 war er ordentlicher Professor für Unfallchirurgie an der Universität Leipzig und Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am dortigen Universitätsklinikum. Im Anschluss daran leitete er als Ärztlicher Direktor die medizinischen Bereiche der BG Klinik verbunden mit dem Lehrstuhl für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
30 Jahre BG Klinik
Insgesamt war Prof. Kuno Weise über 30 Jahre lang in verschiedenen Funktionen inder BG Klinik Tübingen tätig. Dort steigerte sich unter seiner Leitung die Anzahl der jährlich stationär behandelten Patienten von rund 6000 Ende der 90er Jahre auf 9330 im Jahr 2009. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der durchgeführten Operationen von rund 6000 auf ca. 10.000 pro Jahr. Während seiner Zeit als Ärztlicher Direktor der BG Klinik war Prof. Weise maßgeblich daran beteiligt, dass sich das Haus zu einem der bundesweit führenden Traumazentren entwickeln konnte. Die medizinischen Leistungen der Klinik erlangten in dieser Zeit sowohl nationales als auch internationales Ansehen. Auch die bauliche Generalsanierung der Klinik fiel in die Amtszeit von Prof. Weise und wurde wesentlich von ihm mit geprägt.
Lehrer und Neuerer
Mitte der 2000er Jahre initiierte Prof. Weise eine nachhaltige Neuorganisation der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Er realisierte ein Modell mit fachlich spezialisierten Sektionen für Traumatologie, Endoprothetik, Arthroskopische Chirurgie und Sporttraumatologie sowie für Heilverfahrenssteuerung und Begutachtung.
Alle leitenden Ärzte dieser Sektionen sind Schüler von Prof. Weise. Darüber hinaus bekleiden heute zahlreiche der von Prof. Weise in der BG Klinik ausgebildeten Unfallchirurgen Chefarztpositionen im gesamten süddeutschen Raum.
Nationale und internationale Anerkennung
Seine erfolgreiche klinische und wissenschaftliche Laufbahn wurde von einer intensiven Mitwirkung in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgesellschaften und -gremien geprägt. Seit 1997 war Prof. Weise Vorsitzender der Kommission „Gutachten“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). 2007 übernahm er die Präsidentschaft der DGU und richtete in dieser Funktion im selben Jahr deren großen Fachkongress aus. Im Jahr 2008 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Schweizerischen Gesellschaft für Traumatologie und Versicherungsmedizin verliehen.
Abschied und Nachfolge
„Herr Professor Weise hinterlässt seinem Nachfolger eine medizinisch hervorragend aufgestellte Klinik“, stellt Fabian Ritter, Geschäftsführer des Trägervereins der BG Klinik, fest. „Wir danken ihm ganz herzlich für sein Engagement und seinen großen Beitrag zur Weiterentwicklung der Tübinger BG Klinik, die eine herausragende Stellung unter Deutschlands Traumazentren einnimmt.“ Die Auswahl des zukünftigen ärztlichen Leiters der BG Klinik, der auch wieder den Lehrstuhl für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Universität Tübingen übernimmt, wird vom Trägerverein der Klinik, der Eberhard Karls Universität Tübingen sowie der Medizinischen Fakultät der Universität gemeinsam vorgenommen.
In der Übergangszeit wird Privat-Dozent Dr. Andreas Badke, langjähriger leitender Oberarzt der BG Klinik und Chefarzt der Abteilung für Querschnittgelähmte, Orthopädie und Rehabilitationsmedizin (Bereich Wirbelsäulenchirurgie), das Amt des Ärztlichen Direktors sowie die Lehrverpflichtungen der Klinik an der Universität Tübingen kommissarisch übernehmen. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Herrn Privat-Dozent Dr. Andreas Badke einen Mitarbeiter im Haus haben, der aufgrund seiner medizinischen Kompetenz, seiner Führungsqualitäten sowie seiner langjährigen Kenntnis der Klinik einen nahtlosen Übergang zwischen scheidendem und neuem Ärztlichen Direktor gewährleisten kann“, betont Geschäftsführer Fabian Ritter.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
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30.09.2010
Pressemitteilung
Plastische Chirurgen der BG Klinik Tübingen behandeln erfolgreich verletzte Nerven
Bei schweren Unfällen werden häufig Nerven an Armen und Beinen verletzt. Oftmals sind Lähmungen und Taubheitsgefühle an den betroffenen Extremitäten die Folgen, unter denen die Betroffenen zu leiden haben. Die Plastischen Chirurgen der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) führen jährlich rund 200 Operationen an durch Unfällen zerstörten Nerven durch und können vielen Patienten damit Beweglichkeit und Sensibilität zurückgeben.
„Die häufigsten Ursachen unfallbedingter Nervenschädigungen sind beispielsweise offene Schnitt- oder Kreissägenverletzungen sowie so genannte Ausrissverletzungen an Armen und Beinen, sowohl nach Arbeitsunfällen als auch bei Unfällen im privaten Bereich“, erklärt Univ. Prof. Dr. med. Hans-Eberhard Schaller, Chefarzt der Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie an der BG Klinik. „Patienten mit derartigen Verletzungen sollten möglichst rasch in ein Zentrum für Plastische Chirurgie wie die BG Klinik verlegt werden, da wir mit mikrochirurgischen Techniken die Möglichkeit haben, die durchtrennten Nerven wieder zusammenzufügen.“
Mikrochirurgische Techniken
„Nach Motorradunfällen sehen wir bei unseren Patienten leider häufig Verletzungen des Armnervengeflechts, des so genannten Plexus brachialis“, berichtet Prof. Schaller. „Bei einem sogenannten Plexusausriss können entweder alle oder ein Teil der Nervenwurzeln aus dem Rückenmark ausgerissen sein. Im schlimmsten Fall für den Patienten kann dies zu einem komplett funktionslosen Arm führen. Eine Selbstheilung des Nervengewebes ist in solchen Fällen nicht zu erwarten.“ Zur Behandlung dieser Patienten wenden Prof. Schaller und sein Team mikrochirurgische Operationstechniken an. Mit Hilfe eines speziellen Operationsmikroskops können die Tübinger Plastischen Chirurgen die bei einem Unfall durchtrennten Nerven mittels haarfeiner Nähte wieder herstellen. Prof. Schaller: „Bei erfolgreicher Wiederherstellung der Nervenkontinuität wachsen die neuen Nervenfasern rund einen Millimeter pro Tag vom Ort der Verletzung nach körperfern.“
Zeit spielt eine wichtige Rolle
Frische Nervenverletzungen sollten möglichst rasch chirurgisch behandelt werden, idealer Weise innerhalb der ersten sechs Wochen nach dem Unfall. Dr. Theodora Manoli, Assistenzärztin an der plastisch-chirurgischen Klinik in Tübingen erklärt: „Nach Ablauf der ersten sechs Monate nach einer Nervenverletzung sind die Heilungsaussichten deutlich schlechter. Dies liegt nicht nur in der schlechteren Regenerationsfähigkeit des Nerven selbst, sondern auch am Muskelschwund in der betroffenen Extremität nach der langen Zeit der Inaktivität.“ Nach einer gelungenen Rekonstruktion z.B. des Armnervengeflechts muss der Patient etwas Geduld aufbringen. Dr. Manoli: „Wir sprechen z. B. von einem sehr guten Heilungsverlauf, wenn ein Patient neun Monate nach der Erstversorgung eines kompletten Nervenwurzelausrisses des Armnervengeflechts bereits messbare Nervensignale im Schulterblattmuskel und im Bizeps hat. Die maximal erreichbare Funktion der reinnervierten Muskeln wird innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Auftreten messbarer Muskelsignale erreicht.“
„Auch bei fehlender Wiedererlangung der Funktion nach der erwartenden Zeit, die oft auf den Muskelschwund zurückzuführen ist, gibt es die Möglichkeit von Zweiteingriffen zur Verbesserung des Behandlungsergebnisses“, berichtet Prof. Schaller. „Solche Eingriffe stellen so genannte motorische Ersatzplastiken dar, wobei die Funktion an einem Gelenk durch Umsetzung von Muskelansätzen verbessert werden kann. Beispielsweise können Rückenmuskeln so umgesetzt werden, dass die Beweglichkeit des Schultergelenkes verbessert werden kann.“ Zudem kann die Funktion an einem Gelenk durch freie Muskeltransplantationen z.B. vom Rücken oder vom Oberschenkel mit Anschluss an lokale Nerven und Blutgefäße wiederhergestellt werden.
Nerventransplantation
Bei ausgedehnten Verletzungen mit großem Gewebeverlust werden zur Überbrückung des geschädigten Nervenstücks ein oder mehrere Nerventransplantate eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Eigengewebeverpflanzung, bei der dem Patienten Nervengewebe aus Unterschenkel oder Unterarm entnommen wird. Da es sich um körpereigenes Gewebe handelt, kommt es nach der Transplantation zu keiner Abstoßungsreaktion des Körpers gegen das Transplantat.
„Da Patienten mit Nervenverletzungen oft jahrelang betreut werden müssen, ist es sinnvoll, dass die Versorgung in einem großen Behandlungszentrum erfolgt, wo sowohl die akute Nervenrekonstruktion als auch eine eventuell später notwendige Nerventransplantation sowie die bereits erwähnten Muskelersatzplastiken durchgeführt werden können. Mit einer begleitenden, gezielt neurologisch ausgerichteten physio- und ergotherapeutischen Behandlung werden die Regeneration und Wiedererlangung von verloren gegangenen Funktionen unter anderem auch auf der Hirnrinde beschleunigt und im Ergebnis verbessert“, betont Prof. Schaller.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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Sven Sender
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06.09.2010
Wundmanager in der BG Klinik - die Experten für chronische Wunden
Nach Schätzungen von Fachexperten leiden in Deutschland zwischen 1,5 und 4 Millionen Menschen an chronischen Wunden. Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) setzt speziell ausgebildete Wundmanager zur Behandlung von Patienten mit Problemwunden ein.
„Wundversorgung ist so alt wie die Menschheit. Schon zur Zeit der Pharaonen wurden in Ägypten mit Öl und Honig getränkte Leinenstreifen zur Wundversorgung verwendet“, berichtet Diplom-Pflegewirt Frank Steur, der in der BG Klinik für innerbetriebliche Fortbildung und Qualitätssicherung zuständig ist. „Heute werden zur Wundbehandlung moderne High-Tech-Verbände benutzt. Sie schützen das geschädigte Gewebe vor äußeren Einwirkungen und schaffen ein feuchtes Wundmilieu, das die Heilung fördert.“
Komplexe Wundsituationen und ein kaum noch überschaubares Angebot an Materialien und Verbandstoffen haben das moderne Wundmanagement zu einer großen Herausforderung für alle an der Behandlung Beteiligten gemacht. Von besonderer Bedeutung ist die Behandlung sogenannter chronischer Wunden. „Eine Wunde, die nach vier bis zwölf Wochen fachgerechter Therapie nicht zu heilen begonnen hat, wird als chronisch eingestuft“, erklärt Prof. Kuno Weise, Ärztlicher Direktor der BG Klinik und Ordinarius für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Oberarzt Dr. Ingo Flesch, ärztlicher Leiter der Station für Patienten mit Wundheilungsstörungen und infizierten Wunden in der BG Klinik ergänzt: „Chronische Wunden sind extrem belastend für die Betroffenen und verursachen zudem jährlich bundesweit geschätzte Kosten von mehreren Milliarden Euro.“
„Wenn in der BG Klinik eine chronische Wunde behandelt werden soll, wenden sich die Pflegekräfte auf den Stationen nach Rücksprache mit dem zuständigen Arzt an unsere erfahrenen Wundmanager“, sagt Frank Steur. Die Wundmanager der BG Klinik sind examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger, die über eine spezielle Zusatzqualifikation im Bereich Wundbehandlung verfügen. Im Rahmen ihrer Fortbildung erlernen die angehenden Wundexperten verschiedene Techniken zur Optimierung der Wundbehandlung, die es ihnen dann in der Praxis ermöglichen, die notwendige Behandlungsdauer eines Patienten zu verkürzen. Die Wundmanager wissen, wie sie die Entstehung chronischer Wunden vermeiden und die Lebensqualität ihrer Patienten verbessern können. „Die Wundberater bringen eine Wissenserweiterung in den klinischen Alltag“, erklärt Frank Steur. „Sie betrachten eine Wunde differenziert und handeln fachorientiert und professionell.“ Zu ihren Aufgaben gehören die optimale Reinigung der Wunde und die Auswahl einer für den Patienten geeigneten Wundauflage.
„Unser Fokus liegt jedoch nicht ausschließlich auf der Behandlung bereits bestehender Wunden. Die Vermeidung von sogenannten Druckgeschwüren, die durch langes Liegen oder Sitzen entstehen können, hat ebenfalls höchste Priorität“, betont Pflegedirektorin Doris Dietmann. Ein Druckgeschwür, auch Dekubitus genannt, kann seinerseits wieder Ursache für die Entstehung einer chronischen Wunde sein. Um einem Dekubitus vorzubeugen, setzen die Wundexperten der BG Klinik eine Bewertungs-Skala ein, mit der sie für jeden Patienten einschätzen können, wie hoch sein individuelles Risiko für die Entstehung eines Druckgeschwürs ist. Hierzu werden verschiedene Kriterien wie die Beweglichkeit des Patienten oder sein Hautzustand abgefragt und mittels eines Punktesystems bewertet. „Je geringer die Punktzahl des Patienten, umso höher ist sein Risiko, einen Dekubitus zu erleiden“, erklärt Doris Dietmann. Regelmäßige Beobachtung gefährdeter Hautpartien, häufige Lagewechsel des Patienten sowie spezielle Matratzen zur Druckentlastung sind wichtige Vorbeugemaßnahmen.
In der BG Klinik arbeiten zurzeit sechs ausgebildete Wundmanager, die hauptsächlich in der Station für Patienten mit Wundheilungsstörungen und infizierten Wunden sowie in der Handchirurgie und der Querschnittabteilung eingesetzt werden, da in diesen Bereichen am häufigsten chronische Wunden behandelt werden. „Mit dieser personellen Ausstattung können wir gewährleisten, dass immer ein Wundmanager zur Verfügung steht, wenn er gebraucht wird“, stellt Doris Dietmann abschließend fest.
Hintergrund
Die BG Klinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarkverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie auf Intensivmedizin und Schmerztherapie.
Pro Jahr werden in der BG Klinik rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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BG Unfallklinik macht digitale Röntgenbilder
Seit Anfang des Jahres werden in der radiologischen Abteilung der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (BGU) sämtliche Röntgenuntersuchungen digital durchgeführt. Kürzere Wartezeiten für die Patienten und geringere Kosten für die Klinik sind nur zwei der zahlreichen positiven Effekte dieser Umstellung.
Tübingen, 19.05.2010 – In einem Zeitraum von zwei Jahren hat die BG Unfallklinik Tübingen ihre Abteilung für radiologische Diagnostik auf den neuesten technischen Stand gebracht. Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro. Mit den notwendigen Umbaumaßnahmen wurde im Jahr 2008 begonnen. Im selben Jahr wurden neue digitale Röntgengeräte angeschafft und die soft- und hardwaretechnischen Voraussetzungen im Bereich der Computertechnologie bereitgestellt. Die ersten digitalen Röntgenaufnahmen in der BGU wurden im Herbst 2009 gemacht.
„Digitale Röntgenbilder werden, wie herkömmliche Röntgenaufnahmen auch, mittels Röntgenstrahlung hergestellt. Die Strahlen treffen jedoch nicht mehr auf eine Filmfolie, sondern auf eine spezielle Röntgenspeicherfolie, deren Bilder ausgelesen und gespeichert werden“, erklärt Prof. Kuno Weise, Ärztlicher Direktor der BGU und ordentlicher Professor für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. „Von der EDV-basierten Anforderung der Bilder, über die digitale Aufnahmetechnik und die anschließende ärztliche Befundung mittels computerbasierter Spracherkennung bis hin zur Archivierung der Aufnahmen ist der gesamte Ablauf unserer Radiologie digitalisiert.“
Für die Patienten
Die Patienten der BGU profitieren in vielfältiger Art von der neuen Röntgentechnik. „Dank der digitalen Aufnahmetechnik ist in bestimmten Fällen eine differenziertere Befundung der Bilder möglich, da wir an den Workstations einzelne Areale der Aufnahmen je nach medizinischer Fragestellung entsprechend nachbearbeiten können“, erklärt Prof. Claus D. Claussen, Chefarzt der Abteilung für Radiologische Diagnostik der BGU und Ärztlicher Direktor der Radiologischen Klinik am Universitätsklinikum Tübingen. „Dies ist mit der konventionellen Röntgentechnik bisher so nicht möglich gewesen.“ Durch die digitale Nachbearbeitung kommt es auch seltener zu belichtungstechnisch bedingten Wiederholungsaufnahmen. Leonie Wellhäusser, leitende Radiologie-Assistentin der BGU, erläutert: „Dies bedeutet eine geringere Strahlenbelastung für den Patienten sowie eine Beschleunigung des Behandlungsablaufs. Wartezeiten wegen nicht sofort verfügbarer Röntgentüten mit älteren Aufnahmen entfallen zukünftig vollständig.“ Ein weiterer Vorteil für die Patienten ist die technische Anbindung der BGU-Radiologie an das Universitätsklinikum Tübingen. „Mittels sogenannter Teleradiologie können wir digitale Röntgenaufnahmen mit dem Universitätsklinikum austauschen. Hierdurch wird der Behandlungsablauf wesentlich unterstützt und Mehrfachaufnahmen vermieden“, erklärt Prof. Claussen.
Röntgenbilder jederzeit verfügbar
Die neuen digitalen Röntgenaufnahmen der BGU sind jederzeit verfügbar und können zeitgleich von mehreren Ärzten parallel an unterschiedlichen Stellen der Klinik an den Monitoren des zentralen EDV-Systems betrachtet werden. „Die Röntgenbilder sind dank der digitalen Archivierung in unserem Computersystem rund um die Uhr abrufbar. Suche und Transport von Röntgenaufnahmen entfallen komplett. Die Mediziner können die Bilder an jedem Bildschirm unseres Klinik-EDV-Systems betrachten“, erklärt Leonie Wellhäusser. „Die zeitaufwendige Archivierung und Verwaltung der Röntgenbilder, wie wir sie bisher vornehmen mussten, entfällt bei den neuen digitalen Aufnahmen vollständig.“ Durch die Digitalisierung der Radiologie erwartet die BGU jährliche Einsparungen bei Röntgenfilm- und Entwicklungskosten von rund 130.000 €. Pro Jahr werden in der BGU ca. 100.000 Röntgenaufnahmen angefertigt.
Digitales Krankenhaus
Die digitale Radiologie der BGU wird mit dem Radiologie-Informations-System (RIS) der Krankenhaussoftware „Orbis“ der Firma Agfa HealthCare betrieben. Zur elektronischen Archivierung der Röntgenaufnahmen wird das Picture Archiving and Communication System (PACS) „Impax“, ebenfalls von Agfa, verwendet. „Aus Sicht der elektronischen Informations-Technologie (IT) ist die Umstellung auf das digitale Röntgen ein weiterer wichtiger Schritt zur vollständigen digitalen Abbildung unserer Behandlungs- und Organisationsabläufe“, erklärt Gottfried Schanz, Leiter der IT-Abteilung der BGU und einer der Koordinatoren des Großprojekts zur Umstellung auf die digitale Röntgentechnik. „Unser Fernziel ist die vollständige digitale Patientenakte und die optimale IT-technische Unterstützung sämtlicher hierfür geeigneter Prozesse im Krankenhaus.“ Weitere Meilensteine auf dem Weg dorthin sind u. a. der weitere Ausbau der Teleradiologie mit kooperierenden Gesundheitseinrichtungen sowie die Ausstattung sämtlicher Pflegestationen der BGU mit Wlan-Empfang. Schanz: „In naher Zukunft können Ärzte und Pflegepersonal der BGU am Patientenbett schnurlos auf unser computerbasiertes Krankenhaus-Informations-System und alle darin enthaltenen Daten zugreifen.“
Sicherheit wird groß geschrieben
„Um eine hohe Ausfallsicherheit der Computersysteme zu gewährleisten, betreiben wir in der BGU zwei räumlich voneinander getrennte Rechenzentren“, erklärt Uwe Failenschmid, stellvertretender IT-Leiter der BGU. „Beide Systeme werden laufend gespiegelt. Sollte ein System ausfallen, übernimmt das andere alle wichtigen Funktionen. Somit kann reibungslos weitergearbeitet werden.“
Die BG Unfallklinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarksverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Seit Februar 2006 befindet sich die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie unter dem Dach der BGU Tübingen.
Pro Jahr werden in der BGU rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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Zahnverletzungen bei Kindern
Bei bleibenden Zähnen steht Zahnerhaltung an erster Stelle
Laut Statistik erleidet jedes dritte bis vierte Kind bis zu seinem 16. Lebensjahr eine Zahnverletzung. Ärzte der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) der BG Unfallklinik Tübingen (BGU) geben Ratschläge zum richtigen Verhalten im Verletzungsfall sowie zu vorbeugenden Maßnahmen.
Tübingen, 03.05.2010 – „Wenn sich ein Kind im Mund bzw. an den Zähnen verletzt, sollten die Eltern, nachdem sie ihr Kind getröstet haben, erst einmal prüfen, ob noch alle Zähne im Kiefer vorhanden sind“, rät Prof. Dr. Dr. Siegmar Reinert, Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der BGU und Ärztlicher Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Tübingen. „Danach kann man schauen, ob die Zähne möglicherweise in ihrer Lage verschoben sind.“ Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte nach einer Verletzung seines Kindes im Mund-Zahnbereich einen Zahnarzt aufsuchen. Dr. Martin Hairass, Oberarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, erklärt: „Auch bei vermeintlich leichteren Verletzungen, die nur mit einer geringen Blutung oder einem kleinen blutigen Saum am Zahn einhergehen, sind tiefer liegende Schädigungen des Zahnes nicht ausgeschlossen.“ Hier kann ein Röntgenbild weiteren Aufschluss geben. Bei zusätzlichen starken Kopfschmerzen sollte zum Ausschluss einer Gehirnerschütterung ein Kinderarzt aufgesucht werden. Eltern sollten hierbei auch gleich ans Impfbuch ihres Kindes denken, falls der Tetanusschutz geklärt werden muss. Abgebrochene Zahnstücke sollten auf jeden Fall gesucht und zum Zahnarzt mitgenommen werden. Sie kön-nen häufig problemlos mit sehr guten Langzeitergebnissen wieder an den geschädigten Zahn angesetzt werden.
Mit ausgeschlagenen Zähnen schnell zum Zahnarzt
„Bei komplett ausgeschlagenen Zähnen spielt der Zeitfaktor eine ganz entscheidende Rolle“, betont Dr. Hairass. „Bereits nach 15 Minuten falscher Lagerung, und hiermit sind sowohl die trockene Lagerung als auch die Lagerung in Leitungswasser gemeint, nimmt die empfindliche Wurzelhaut des ausgeschlagenen Zahns dauerhaft Schaden.“ Ideal zum Transport ausgeschlagener Zähne ist deshalb eine so genannte Zahnrettungsbox. Die ist ein steriles Gefäß mit einer speziellen, industriell hergestellten Nährlösung zur Aufbewahrung von Zähnen. Dr. Hairass: „Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Schwimmbäder und Sportvereine sollten unbedingt routinemäßig eine solche Zahnrettungsbox vorrätig haben. Mit ihr kann ein verletzter Zahn unter idealen Bedingungen gelagert und zum Zahnarzt transportiert werden.“ Zahnrettungsboxen können rezeptfrei in der Apotheke erworben werden.
Steht eine solche Box nicht zur Verfügung, kann der Zahn auch in H-Milch transportiert werden. „H-Milch ist keimarm und bietet auf Grund ihrer Zusammensetzung eine bessere Umgebung für den Zahn als Leitungswasser und erlaubt eine mehrstündige Lagerung“, erläutert Dr. Hairass. Ausgeschlagene bleibende Zähne wird der Zahnarzt immer zu replantieren versuchen. Auch trocken gelagerte Zähne werden in der Regel replantiert, sie haben aber eine deutlich schlechtere Prognose hinsichtlich ihrer Haltbarkeit.
„Bei ausgeschlagenen Milchzähnen wird der Zahnarzt keine Replantation durchführen, da hierbei immer die Gefahr der Schädigung des bleibenden Zahnkeims besteht“, erklärt Prof. Reinert. Ausgeschlagene Milchzähne sollten trotzdem zum Zahnarzt mitgebracht werden, damit dieser prüfen kann, ob sie vollständig ausgeschlagen wurden oder ob sich noch Reste im Kiefer befinden. Prof. Reinert: „Der Verlust eines Milchzahns ist in der Regel unproblematisch. Falls die Eltern im Zweifel sind, ob es sich um einen Milch- oder um einen bleibenden Zahn handelt, sollten sie ihn unbedingt in einer Zahnrettungsbox oder in H-Milch zum Zahnarzt transportieren.“
Wackelnde Zähne werden stabilisiert
„Mit gelockerten, wackelnden Zähnen sollte man ebenfalls rasch zum Zahnarzt gehen“, rät Dr. Hairass. „Ein blutiger Saum am Zahnfleisch ist stets ein Hinweis auf eine Verletzung des Zahnhalteapparats. Mittels eines Röntgenbilds kann der Zahnarzt beurteilen, ob ggf. ein Bruch der Zahnwurzel, eine so genannte Wurzelquerfraktur, vorliegt.“
Bei der Behandlung gelockerter Zähne ist das Motto: Stabilisierung statt Immobilisierung. Bei geringer Lockerung erfolgt keine spezifische Therapie. Dem Patienten wird lediglich vorübergehend weiche Kost empfohlen, eine komplette Ruhigstellung der Zähne findet nicht statt. Bei starker Lockerung erfolgt eine Schienung und Stabilisierung des verletzten Zahns durch eine Klebeschiene. Der Zahn wächst dann in der Regel wieder fest ein.
Zahnverletzungen vorbeugen
„Ob Fahrradhelme mit Kinnbügeln mehr Sicherheit in Bezug auf die Vermeidung von Zahnverletzungen geben, ist derzeit noch nicht abschließend zu beurteilen“, stellt Prof. Reinert fest. „Kraftradfahrern empfehlen wir jedoch das Tragen von Integral-Helmen, da diese eindeutig einen besseren Schutz für Gesicht und Zähne bieten als offene Jet-Helme.“ Sportler mit einem erhöhten Risiko für Zahnverletzungen, wie Handball- oder Basketballspieler, sollten einen individuell gefertigten Zahnschutz tragen. „Ein individuell auf den Träger angepasster Zahnschutz leitet einwirkende Kräfte gezielt ab“, bestätigt Dr. Hairass. „Allerdings ist der Gesamtpreis mit rund 400 Euro so hoch, dass sich die Anschaffung erst bei einem ausgewachsenen Kiefer lohnt.“
Die BG Unfallklinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarksverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Seit Februar 2006 befindet sich die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie unter dem Dach der BGU Tübingen.
Pro Jahr werden in der BGU rund 9.300 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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Prothesenwechsel nur beim Spezialisten
Die Standzeiten künstlicher Gelenke haben sich in den letzten Jahrzehnten stetig verlängert. Trotzdem kann es immer noch zum Verschleiß oder zur Lockerung einer Gelenkprothese kommen. Die dann notwendige, chirurgisch anspruchsvolle Wechseloperation sollte in einem auf Endoprothetik spezialisierten Zentrum durchgeführt werden.
Tübingen, 07.04.2010 – „Die Patienten, denen wir heute in der BG Unfallklinik ein künstliches Hüftgelenk einsetzen, dürfen die Erwartung haben, dass ihr Implantat auch in 20 Jahren noch fest im Knochen verankert ist und keine Lockerungszeichen aufweist“, erklärt Univ.-Prof. Kuno Weise, Ärztlicher Direktor der BG Unfallklinik Tübingen (BGU).
„Ursächlich hierfür sind Weiterentwicklungen der chirurgischen Operationstechniken sowie Verbesserungen im Bereich der Implantate.“ Allgemeine Maßnahmen, die die Lebensdauer des künstlichen Gelenkersatzes positiv beeinflussen können, sind die Vermeidung starker Gelenkbelastungen, die Kontrolle bzw. Reduktion des Körpergewichts sowie das Tragen stoßgedämpfter Schuhe.
Trotz allem sind Komplikationen an einem künstlichen Gelenk leider nicht völlig ausgeschlossen. Dr. Peter de Zwart, Leitender Arzt der Sektion Endoprothetik in der BGU, führt aus: „Die Ursachen für die Lockerung eines künstlichen Gelenks können sehr vielfältig sein. Allein schon die andauernde tägliche Belastung verursacht bei jeder Prothese einen gewissen Verschleiß der künstlichen Gelenkflächen in Form von Abrieb. Unser Körper reagiert mit seinem Gewebe auf diese fremden Partikel, was dann in letzter Konsequenz zu einer so genannten aseptischen Lockerung der Prothese führen kann. Deshalb setzen wir Materialien ein, die erstens wenig Abrieb verursachen und zweitens für den Körper gut verträglich sind.“ Weitere Ursachen für eine Prothesenlockerung können Infektionen, Bandinstabilitäten im Kniegelenk bei Knieprothesen sowie Brüche derjenigen Knochen sein, die das künstliche Gelenk tragen und halten.
Dr. Uwe Ochs, ebenfalls Leitender Arzt der Sektion Endoprothetik in der BGU, erklärt: „Unsere Patienten können selbst aktiv zur frühzeitigen Erkennung einer Lockerung ihrer Prothese beitragen. Sie sollten sich hierzu einmal jährlich einer fachärztlichen orthopädisch-unfallchirurgischen Untersuchung sowie einer Röntgenkontrolle unterziehen.“ Schmerzen im Bereich eines künstlichen Gelenks sind oft das erste Symptom einer beginnenden Lockerung. Sie sollten den Patienten immer dazu veranlassen, einen Facharzt aufzusuchen. „Dieser wird den Patienten gründlich untersuchen und ein Röntgenbild des Gelenks anfertigen, auf dem er etwaige Lockerungs- oder Infektionszeichen sowie Knochenbrüche feststellen kann“, erläutert Prof. Weise. Dr. Ochs ergänzt: „Je früher eine Lockerung erkannt wird, desto besser. Bei einer frühen Diagnose reicht es mitunter, nur den aufgebrauchten Anteil der Prothese auszutauschen. Ein solcher Teil-Prothesenwechsel ist für den Patienten deutlich weniger belastend als ein Komplettwechsel.“
Grundsätzlich handelt es sich beim Wechsel eines künstlichen Gelenks um einen operationstechnisch aufwändigen und chirurgisch äußerst anspruchsvollen Eingriff. „Ein Prothesenwechsel sollte nur von einem sehr erfahrenen Operateur in einem auf Endoprothetik spezialisierten Zentrum wie der BG Unfallklinik durchgeführt werden“, betont Prof. Weise. „In der BGU führen wir jährlich über 200 Wechseloperationen an Hüft- und Kniegelenksprothesen durch.“ Endoprothetikzentren verfügen über die notwendige, Jahrzehnte lange Erfahrung im Bereich der Prothesenwechsel sowie über die entsprechende Vielfalt an Prothesenmodellen, die zum Einsatz kommen können. Prof. Weise: „Im Bereich der Knieendoprothetik werden mitunter vor der Operation anhand der Röntgen-Aufnahmen passgenaue Spezial-Prothesen angefertigt.“ Zu den besonderen Risiken der Operation sagt Dr. Peter de Zwart: „Der Patient hat ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko. Auch die Blutungsgefahr ist höher als bei der Erstimplantation. Durch spezielle Maßnahmen verringern wir diese Risiken.“ Wechseleingriffe sollten deshalb nur in Kliniken durchgeführt werden, die neben der chirurgischen Expertise auch über eine entsprechend qualifizierte Anästhesieabteilung und eine moderne Intensivstation verfügen.
Der mit der Wechseloperation verbundene Krankenhausaufenthalt in der BG Unfallklinik dauert in der Regel rund zehn Tage. In den ersten Tagen nach der Operation steht der komplikationslose Verlauf der Wundheilung im Vordergrund. Danach werden die Patienten intensiv krankengymnastisch behandelt. Zu Anfang müssen die Patienten beim Gehen Unterarmgehstützen verwenden und dürfen das künstliche Ge-lenk nicht mit ihrem vollen Körpergewicht belasten. „Die Phase der so genannten Teilbelastung dauert nach der Erstimplantation einer Endoprothese rund eine Woche. Nach Wechseloperationen sind es bis zu sechs Wochen“, sagt Ralf Holloch, Physiotherapeut in der BGU.
Ein weiteres Spezialgebiet innerhalb der Wechselchirurgie ist die Behandlung infizierter Gelenkprothesen. Diese ist äußerst kompliziert und langwierig. „Für Patienten mit infizierten künstlichen Gelenken sind wir häufig die letzte Anlaufstelle nach fehlgeschlagenen Therapieversuchen, die anderen Orts unternommen wurden“, sagt Dr. Ochs. „Bei der Behandlung dieser Patienten arbeiten wir eng mit der hausinternen Sektion für Septische Chirurgie zusammen, die über eine eigene Station verfügt. Notwendige Operationen werden in einem separaten Operationstrakt durchgeführt, um eine Weiterverbreitung der Infektionserreger sicher auszuschließen.“
Um ihren Patienten auch weiterhin internationale Spitzenmedizin im Bereich der Endoprothetik bieten zu können, steht die BGU in ständigem Erfahrungsaustausch mit anderen großen Endoprothesenkliniken in Deutschland sowie in Europa und in den USA. Zudem betreibt sie ge-meinsam mit orthopädischen Kliniken in der Schweiz, in den USA und in Kanada wissenschaftliche Studien auf dem Gebiet der Endoprothetik.
Die BG Unfallklinik Tübingen zählt im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zu den renommiertesten Adressen in Deutschland und verfügt über ein modernes Zentrum für die chirurgische Behandlung von Verletzungen aller Art bis zum Polytrauma, inklusive der Versorgung schwerster Verbrennungen.
Neben Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Plastischer, Hand- und Tumorchirurgie ist die Klinik spezialisiert auf die Behandlung Rückenmarksverletzter, die Knie- und Hüftgelenksendoprothetik, auf orthopädische Rehabilitationsverfahren, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Seit Februar 2006 befindet sich die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ebenfalls unter dem Dach der BGU Tübingen.
Pro Jahr werden hier rund 8.900 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die chirurgischen Teams führen jährlich etwa 34 000 operative Eingriffe aus. Die Klinik steht gleichermaßen für Arbeitsunfallverletzte, Kassenpatienten und Selbstzahler offen.
Klinikträger ist der Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. Seinen Sitz hat der Trägerverein bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Heidelberg.
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