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30.Jul.2010

Abteilung für Berufsgenossenschaftliche Rehabilitation u. Prävention (ABRP)

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Prof. Kaps
|
                                                   

Chefarzt

Prof. Dr. med. Hans-Peter Kaps

Orthopäde, Orthopäde u. Unfallchirurg

Physikalische und Rehabilitative Medizin

 

Sekretariat: Frau E. Fricke

Tel:           07071/606-1046

Fax:          07071/606-1048

Email:       hkaps@bgu-tuebingen.de

 

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OA Dr. Falck
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Oberarzt                                          

Dr. med. Markus Falck

 

 

 

 

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Die Steuerung und Durchführung der Rehabilitation nach Abschluss der Akutbehandlung ist durch die Einführung einer Vielzahl neuer Instrumente komplex und logistisch anspruchsvoller geworden. Der gleichzeitig zunehmende Zwang zum wirtschaftlichen Handeln, dem auch die Verwaltungen der Berufsgenossenschaften ausgesetzt sind, unterstreicht die Notwendigkeit einer strengen Steuerung dieser Behandlungsphase. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, wurde das bisherige BG-Reha-Team zu einer eigenständigen Abteilung, der Abteilung für Berufsgenossenschaftliche Rehabilitation und Prävention weiterentwickelt. Die Einrichtung dieser Abteilung unterstreicht die Bedeutung der Rehabilitation für den Gesamterfolg der Behandlung und bietet damit die Möglichkeit, die verschiedenen Angebote auf diesem Gebiet effektiv zu koordinieren. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Durchführung und der Überwachung der stationären Rehabilitationsmaßnahmen in der BG Unfallklinik sowie der nachstationären Überwachung des Heilverlaufes. Diese Maßnahmen werden dabei unter ärztlicher Leitung in interdisziplinären Konferenzen und Visiten auf physiotherapeutischem und ergotherapeutischem Fachgebiet sowie von speziell ausgebildeten Schmerztherapeuten und Psychotherapeuten durchgeführt. Zusätzlich steht die gesamte Palette der orthopädie-technischen Hilfsmittelversorgung zur Verfügung. Modernste Einrichtungen und Geräte zur physikalischen und physiotherapeutischen Behandlung unterstützen die Therapeuten bei ihrer Arbeit. Das komplette Spektrum einer modernen Rehabilitationsmedizin wird ergänzt durch spezielle Verfahren der Krankengymnastik wie kranio-sakrale Therapie und Osteopathie sowie medizinische Kräftigungstherapie. Die Möglichkeiten der physikalischen Therapie umfassen neben den herkömmlichen Verfahren der Wärme- und Kältetherapie auch moderne Verfahren der Elektro-, Ultraschall- und Lasertherapie. Außerdem steht ein modernes Schwimmbad für alle Formen der Wassergymnastik in Einzel- und Gruppentherapie zur Verfügung. Aktuell eingeführt ist die Muskelkräftigung mittels Galileo.

 

Auf ergotherapeutischem Gebiet wird neben der klassischen Ergotherapie zur Optimierung motorischer Abläufe, Geschicklichkeit und Konzentrationsausdauer ein Bereich zur Arbeitsplatzsimulation angeboten. Hier können typische arbeitsspezifische Bewegungsabläufe unter entsprechender Kontrolle geplant und optimiert werden. Neu eingeführt wurde die Spiegeltherapie zur Behandlung von z.B. Phantomschmerzen bei amputierten Patienten. 

 

Bausteine des Rehabilitationskonzeptes 

 

-     Frühstationäre Weiterbehandlung (FSW)

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Rehabilitationsklinik
Bad Sebastiansweiler
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Stationäre Weiterbehandlung von Patienten, die aufgrund ihrer Verletzung noch nicht über mehrere Stunden täglich rehabilitationsfähig sind, aber dennoch einer intensiven pflegerischen oder mobilisierenden Hilfe bedürfen. Im Anschluß erfolgt die Überleitung in eine EAP- oder BGSW-Maßnahme.

 

Die Frühstationäre Weiterbehandlung wird in Kooperation mit der Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler unter der medizinischen Leitung der BG-Unfallklinik Tübingen angeboten.

 

-     Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung (BGSW)

| Bild:
Kraftraum
|
Die Berufsgenossenschaftliche Weiterbehandlung (BGSW) umfasst eine rein rehabilitative Behandlung. Sie ist als Regelverfahren nach bestimmten Verletzungsmustern zu sehen.

 

Der Patient erhält über mehrere Stunden pro Tag intensive Physio-, Ergo- und Balneotherapie. Ferner sind Gruppentherapien, Gangschulung unter realen Berufsbedingungen sowie muskuläres Aufbautraining Bestandteil dieser Maßnahme.

 

-     Komplexe stationäre Rehabilitation (KSR)

| Bild:
Spiegeltherapie
|
Die komplexe stationäre Rehabilitation (KSR) ist den komplikationsbehafteten Heilungsverläufen vorbehalten. Hier findet sich zusätzlich zu den rein rehabilitativen Maßnahmen
der BGSW je nach Notwendigkeit die gesamte Palette einer umfassenden Diagnostik, inkl. einer multimodalen Schmerztherapie oder aber psychologischen Abklärung bzw. Therapie.



| Bild:
Spiegeltherapie
|
Hierzu stehen dem Patienten ein kompetentes Team aus
Therapeuten und Ärzten zur Verfügung, die sich durch tägliche Konferenzen über den Heilungsverlauf austauschen.

 

 

-     3-Tages-Evaluation

Die 3-Tages-Evaluation ist ein diagnostisches Verfahren, in dem der Patient eingehend ärztlich und physiotherapeutisch sowie psychologisch untersucht wird. Bei Bedarf können weitere Berufsgruppen (Schmerztherapeut, Radiologen, etc.) mit hinzugezogen werden. Ziel ist es, die Gründe für den verlängerten oder komplikationsbehafteten bisherigen Rehabilitationsverlauf zu eruieren und Therapievorschläge für das weitere Verfahren zu erarbeiten. 

 

-     Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit  (EFL)

Die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) ist ein weltweit eingesetztes Verfahren, welches in 29 standardisierten Tests die Leistungsfähigkeit des Pat. anhand von Alltagsbelastung beurteilen kann. Spezielle ausgebildete Ergotherapeuten können hier detailliert Aussagen über berufsrelevante Einschränkungen treffen. Im Anschluss erfolgt eine Empfehlung bzgl. der weiteren Behandlungs- oder Integrationsmaßnahmen durch einen Oberarzt der Klinik.

 

- Medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation (MBO)

In Kooperation mit dem Ausbildungszentrum Tübingen der Handwerkskammer Reutlingen werden im Rahmen der BGSW oder auch KSR berufsspezifische Arbeits- und Belastungserprobungen durchgeführt. Hierzu ist eine enge Kooperation mit den Berufsgenossenschaften notwendig, da im Vorfeld eine genaue Erhebung der vorbestehenden Arbeitsqualität und Quantität des Verunfallten vorliegen muss. Ein mittelfristiges Ziel ist es, berufsspezifische rehabilitative Anteile früher als bisher in den Rehabilitationsprozess einzubetten.

Über die Beurteilung werden standardisierte Eingangs- und Ausgangsassessments erstellt.

 

BGSW je nach Notwendigkeit die gesamte Palette einer umfassenden Diagnostik, inkl. einer multimodalen Schmerztherapie oder aber psychologischen Abklärung bzw. Therapie. den Heilungsverlauf austauschen.
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