08.Sep.2010
Zentrum für berufsgenossenschaftliche Heilverfahren
Zentrum für berufsgenossenschaftliche Heilverfahren
Um eine möglichst komplette und zeitnahe Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Unfallverletzten zu erreichen, lautet unser gesetzlicher Auftrag „Rehabilitation mit allen geeigneten Mitteln“. Dies ist die Grundlage unseres Rehabilitationskonzeptes. Durch die Einrichtung des Zentrums für Berufsgenossenschaftliche Heilverfahren mit der eigenständigen Abteilung für Berufsgenossenschaftliche Rehabilitation und Prävention zur stationären Rehabilitation und der Sektion Heilverfahrenssteuerung und Begutachtung für den ambulanten Bereich, wird eine neuer Weg begangen, um die Rehabilitation zu optimieren, den Rehabilitationserfolg zu verbessern, um damit bei dem Verletzten nach einem Unfall eine Steigerung der Lebensqualität sowie bessere Voraussetzungen zur Wiedereingliederung in das Berufsleben zu bieten.
Die neue Abteilung bzw. Sektion arbeitet eng mit den akut versorgenden Sektionen wie z.B. Traumatologie, Arthroskopie, Endoprothetik und anderen zusammen.
Abteilung für Berufsgenossenschaftliche Rehabilitation u. Prävention (ABRP)
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Prof. Kaps
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Chefarzt
Prof. Dr. med. Hans-Peter Kaps
Orthopäde, Orthopäde u. Unfallchirurg
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Sekretariat: Frau E. Fricke
Tel: 07071/606-1046
Fax: 07071/606-1048
Email: hkaps@bgu-tuebingen.de
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OA Dr. Falck
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Oberarzt
Dr. med. Markus Falck
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Die Steuerung und Durchführung der Rehabilitation nach Abschluss der Akutbehandlung ist durch die Einführung einer Vielzahl neuer Instrumente komplex und logistisch anspruchsvoller geworden. Der gleichzeitig zunehmende Zwang zum wirtschaftlichen Handeln, dem auch die Verwaltungen der Berufsgenossenschaften ausgesetzt sind, unterstreicht die Notwendigkeit einer strengen Steuerung dieser Behandlungsphase. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, wurde das bisherige BG-Reha-Team zu einer eigenständigen Abteilung, der Abteilung für Berufsgenossenschaftliche Rehabilitation und Prävention weiterentwickelt. Die Einrichtung dieser Abteilung unterstreicht die Bedeutung der Rehabilitation für den Gesamterfolg der Behandlung und bietet damit die Möglichkeit, die verschiedenen Angebote auf diesem Gebiet effektiv zu koordinieren. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Durchführung und der Überwachung der stationären Rehabilitationsmaßnahmen in der BG Unfallklinik sowie der nachstationären Überwachung des Heilverlaufes. Diese Maßnahmen werden dabei unter ärztlicher Leitung in interdisziplinären Konferenzen und Visiten auf physiotherapeutischem und ergotherapeutischem Fachgebiet sowie von speziell ausgebildeten Schmerztherapeuten und Psychotherapeuten durchgeführt. Zusätzlich steht die gesamte Palette der orthopädie-technischen Hilfsmittelversorgung zur Verfügung. Modernste Einrichtungen und Geräte zur physikalischen und physiotherapeutischen Behandlung unterstützen die Therapeuten bei ihrer Arbeit. Das komplette Spektrum einer modernen Rehabilitationsmedizin wird ergänzt durch spezielle Verfahren der Krankengymnastik wie kranio-sakrale Therapie und Osteopathie sowie medizinische Kräftigungstherapie. Die Möglichkeiten der physikalischen Therapie umfassen neben den herkömmlichen Verfahren der Wärme- und Kältetherapie auch moderne Verfahren der Elektro-, Ultraschall- und Lasertherapie. Außerdem steht ein modernes Schwimmbad für alle Formen der Wassergymnastik in Einzel- und Gruppentherapie zur Verfügung. Aktuell eingeführt ist die Muskelkräftigung mittels Galileo.
Auf ergotherapeutischem Gebiet wird neben der klassischen Ergotherapie zur Optimierung motorischer Abläufe, Geschicklichkeit und Konzentrationsausdauer ein Bereich zur Arbeitsplatzsimulation angeboten. Hier können typische arbeitsspezifische Bewegungsabläufe unter entsprechender Kontrolle geplant und optimiert werden. Neu eingeführt wurde die Spiegeltherapie zur Behandlung von z.B. Phantomschmerzen bei amputierten Patienten.
Bausteine des Rehabilitationskonzeptes
- Frühstationäre Weiterbehandlung (FSW)
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Rehabilitationsklinik
Bad Sebastiansweiler
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Stationäre Weiterbehandlung von Patienten, die aufgrund ihrer Verletzung noch nicht über mehrere Stunden täglich rehabilitationsfähig sind, aber dennoch einer intensiven pflegerischen oder mobilisierenden Hilfe bedürfen. Im Anschluß erfolgt die Überleitung in eine EAP- oder BGSW-Maßnahme.
Die Frühstationäre Weiterbehandlung wird in Kooperation mit der Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler unter der medizinischen Leitung der BG-Unfallklinik Tübingen angeboten.
- Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung (BGSW)
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Kraftraum
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Die Berufsgenossenschaftliche Weiterbehandlung (BGSW) umfasst eine rein rehabilitative Behandlung. Sie ist als Regelverfahren nach bestimmten Verletzungsmustern zu sehen.
Der Patient erhält über mehrere Stunden pro Tag intensive Physio-, Ergo- und Balneotherapie. Ferner sind Gruppentherapien, Gangschulung unter realen Berufsbedingungen sowie muskuläres Aufbautraining Bestandteil dieser Maßnahme.
- Komplexe stationäre Rehabilitation (KSR)
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Spiegeltherapie
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Die komplexe stationäre Rehabilitation (KSR) ist den komplikationsbehafteten Heilungsverläufen vorbehalten. Hier findet sich zusätzlich zu den rein rehabilitativen Maßnahmen der BGSW je nach Notwendigkeit die gesamte Palette einer umfassenden Diagnostik, inkl. einer multimodalen Schmerztherapie oder aber psychologischen Abklärung bzw. Therapie.
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Spiegeltherapie
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Hierzu stehen dem Patienten ein kompetentes Team aus Therapeuten und Ärzten zur Verfügung, die sich durch tägliche Konferenzen über den Heilungsverlauf austauschen.
- 3-Tages-Evaluation
Die 3-Tages-Evaluation ist ein diagnostisches Verfahren, in dem der Patient eingehend ärztlich und physiotherapeutisch sowie psychologisch untersucht wird. Bei Bedarf können weitere Berufsgruppen (Schmerztherapeut, Radiologen, etc.) mit hinzugezogen werden. Ziel ist es, die Gründe für den verlängerten oder komplikationsbehafteten bisherigen Rehabilitationsverlauf zu eruieren und Therapievorschläge für das weitere Verfahren zu erarbeiten.
- Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)
Die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) ist ein weltweit eingesetztes Verfahren, welches in 29 standardisierten Tests die Leistungsfähigkeit des Pat. anhand von Alltagsbelastung beurteilen kann. Spezielle ausgebildete Ergotherapeuten können hier detailliert Aussagen über berufsrelevante Einschränkungen treffen. Im Anschluss erfolgt eine Empfehlung bzgl. der weiteren Behandlungs- oder Integrationsmaßnahmen durch einen Oberarzt der Klinik.
- Medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation (MBO)
In Kooperation mit dem Ausbildungszentrum Tübingen der Handwerkskammer Reutlingen werden im Rahmen der BGSW oder auch KSR berufsspezifische Arbeits- und Belastungserprobungen durchgeführt. Hierzu ist eine enge Kooperation mit den Berufsgenossenschaften notwendig, da im Vorfeld eine genaue Erhebung der vorbestehenden Arbeitsqualität und Quantität des Verunfallten vorliegen muss. Ein mittelfristiges Ziel ist es, berufsspezifische rehabilitative Anteile früher als bisher in den Rehabilitationsprozess einzubetten.
Über die Beurteilung werden standardisierte Eingangs- und Ausgangsassessments erstellt.
BGSW je nach Notwendigkeit die gesamte Palette einer umfassenden Diagnostik, inkl. einer multimodalen Schmerztherapie oder aber psychologischen Abklärung bzw. Therapie. den Heilungsverlauf austauschen.
Sektion Heilverfahrenssteuerung und Begutachtung (SHB)
Sektionsleitung
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OA Dr. Vogt
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OA Dr. med Meinulf Vogt
Im Rahmen dieser Form des Heilverfahrens haben die Berufsgenossenschaften die Möglichkeit verletzte Versicherte in der Klinik vorzustellen, die über eine besondere Erfahrung in der Unfallchirurgie verfügt, damit dort der bisherige Heilverlauf überprüft, die aktuell bestehenden Folgen festgestellt und ggf. weitere Behandlungsempfehlungen oder auch Vorschläge zu weitergehenden Maßnahmen (auf beruflichem oder auch sozialem Sektor) gemacht werden.
Nachdem von dem zuständigen Unfallversicherungsträger ein Auftrag zur Heilverfahrenskontrolle erteilt wurde, erfolgt eine möglichst kurzfristige Terminvergabe in unserer Spezialsprechstunde. Hier wird der Verletzte ausführlich von erfahrenen Ärzten nach bestehenden Beschwerden befragt und zielgerichtet zunächst klinisch untersucht. Bei Bedarf werden weitere konsiliarische Untersuchungen auf anderen Fachgebieten oder auch weitergehend apparativ diagnostische Maßnahmen entweder sofort veranlasst und durchgeführt und oder - bei bestimmten aufwendigen Untersuchungen - zumindest zeitnah in die Wege geleitet.
Unter umfassender Berücksichtigung und Bewertung der Untersuchungsergebnisse wird eine bereits bestehende Diagnose entweder bestätigt oder in manchen Fällen auch erweitert. Dies wiederum ist die Grundlage für die Empfehlung zusätzlicher erforderlicher und sinnvoller Therapiemaßnahmen. Über das Ergebnis wird der Auftraggeber schriftlich oder bei dringenden Fällen auch telefonisch informiert, so dass von dort aus weitere Maßnahmen veranlasst werden können.
Die Einbindung der Berufshelfer in die Patientenbetreuung ist uns ein besonderes Anliegen. So bieten wir den Berufshelfern Zeitfenster in unseren Sprechstunden an, damit diese ihre Patienten engmaschig mitbetreuen können. Diese Betreuung kommt allen Beteiligen zugute und begünstigt ein effizientes und stringentes Heilverfahren.
Durch die Konzentration der Gutachten in der Sektion für Heilverfahrenssteuerung und Begutachtung wird die Gutachtenqualität gesichert und gezielt optimiert.
In Abhängigkeit vom Ergebnis der Untersuchung wird dem zuständigen Unfallversicherungsträger auf der Basis der festgestellten Unfallfolgen unter Berücksichtigung allgemein gültiger Richtwerte eine Empfehlung bzgl. einer verbleibenden, vorübergehenden oder auch dauerhaften Minderung der Erwerbsfähigkeit gegeben, woraus diese den Anspruch auf eine Unfallrente ableiten und durch einen rechtskräftigen Bescheid anerkennen kann. Außerdem werden unfallchirurgische Gutachten beispielsweise zur Klärung gelegentlich schwieriger Zusammenhangsfragen oder auch zur Feststellung von Unfallfolgen und der sich hieraus möglicherweise ergebenden Konsequenzen in anderen Rechtsbereichen erstellt. Für diesen Bereich der Begutachtung sind neben einer subtilen Untersuchungstechnik eine umfassende Kenntnis der bestehenden, teilweise unterschiedlichen Vorgaben und Richtlinien und schließlich eine langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet Voraussetzung.
Interdisziplinäre Schmerzambulanz
Die interdisziplinäre Schmerzambulanz befasst sich mit chronischen Schmerzpatienten und deren sekundären Krankheitsfolgen. Ein Team aus psychologisch ausgebildeten Traumatherapeuten und speziell ausgebildeten Fachärzten zur Schmerztherapie betreuen die Patienten auf Anforderung der jeweiligen Berufsgenossenschaften.
Psychotraumatologische Ambulanz
Bei Patienten mit latenten oder manifesten psychischen Störungen nach Unfällen bietet die Psychotraumatologische Ambulanz ein breites Spektrum an Verfahren zur Diagnostik und trägt so zu einer Klärung und Differenzierung der psychischen Beschwerden bei. Zur den Leistungen gehören Krisenprävention, Psychotherapie und psycho-therapeutische Intervention bei reaktiven Störungen.
Kontakte / Terminvereinbarung / BG-Hotline
BG-Hotline 07071-606 3333
werktags von 8.00 bis 16.00 Uhr
BG-Fax-Nr. 07071-606 2222
Email: BG-Hotline@bgu-tuebingen.de
Sprechstunde, inkl. Heilverfahrenskontrolle
Terminvereinbarung: Frau C. Beiter, Tel.: 07071-606 1620
Komplex Stationäre Rehabilitation (KSR), Berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung (BGSW), 3-Tages-Evaluation,
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
Terminvereinbarung: Fr. R. Henne
Tel.: 07071-606 1623, Fax: 07071-606 1182
Wirbelsäulensprechstunde
Terminvereinbarung: Fr. C. Beiter
Tel.: 07071-606 1620, Fax: 07071-606 1182
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OA Dr. Fischle
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Interdisziplinäre Schmerzambulanz/Schmerzsprechstunde
Ansprechpartner u. Terminvereinbarung:
OA Dr. med. G. Fischle
Tel.: 07071-606 1032, gfischle@bgu-tuebingen.de
Dipl. Psych. R. Pappon
Tel.: 07071-606 1021, Fax: 07071-606 1022
rpappon@bgu-tuebingen.de, schmerzzentrum@bgu-tuebingen.de
Psychotraumatische Ambulanz
Ansprechpartner und Terminvereinbarung:
Dipl. Psych. A. Breitung
Tel.: 07071-606 1275, abreitung@bgu-tuebingen.de
Dipl. Psych. R. Pappon
Tel.: 07071-606 1276, rpappon@bgu-tuebingen.de
Orthopädie-technische Sprechstunde
Terminvereinbarung:
Fr. S. Krauß, Tel.: 07071-606 1047
Fr. E. Fricke, Tel.: 07071-606 1046, Fax: 07071-606 1048
Abteilung für Berufsgenossenschaftliche Rehabilitation und Prävention (ABRP)
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Prof. Kaps
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Chefarzt
Prof. Dr. med. Hans-Peter Kaps
Orthopäde, Orthopäde u. Unfallchirurg
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Sekretariat
Frau E. Fricke
Tel: 07071/606-1046
Fax: 07071/606-1048
Email: hkaps@bgu-tuebingen.de
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OA Dr. Falck
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Oberarzt
Dr. med. Markus Falck
Sektion Heilverfahrenssteuerung und Begutachtung (SHB)
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OA Dr. Vogt
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Sektionsleitung
OA Dr. med Meinulf Vogt