Vaskuläre Malformationen (Gefäßfehlbildungen)

Vaskuläre Malformationen stellen meistens angeborene Fehlbildungen des Gefäßsystems dar, sie können aber auch im Laufe des Lebens, beispielsweise nach einer Verletzung, entstehen. Sie unterteilen sich in schnell fließende arteriovenöse Malformationen und langsam fließende venöse bzw. lymphatische Malformationen. Mischformen sind nicht selten. Oft liegt eine dunkel oder normal verfärbte Schwellung der Haut und der Weichteile vor, die bei Kindern mit dem Körper mitwächst. Hormonveränderungen und auch Operationen im Bereich der Malformation können zu einem weiteren Wachstum führen. Bestehen die Befunde bereits bei Geburt ist meist zunächst keine Operation nötig, da sich viele Gefäßveränderungen wieder zurückbilden und später kaum noch sichtbar sind. Man spricht dann von Hämangiomen.

In den meisten Fällen handelt es sich um harmlose Befunde, die nur bei Beschwerden behandelt werden sollten. Je nach Lage und Blutmenge, die durch die Malformation fließt, können jedoch auch funktionelle Strukturen befallen werden oder teilweise ernste Kreislaufprobleme entstehen. In diesen Fällen ist eine Therapie angezeigt.

  Direktor

Univ.-Prof. Dr. Adrien Daigeler

BG Klinik Tübingen
Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie
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