Traumazentrum im TraumaNetzwerk Südwürttemberg (DGU)

Das TraumaNetzwerk Südwürttemberg

Optimale Behandlung für Unfallopfer

Jedes Jahr gibt es rund 200 lebensbedrohlich mehrfachverletzte Unfallopfer im Raum Südwürttemberg. Diese Patienten haben alle mehrere gleichzeitig entstandene Verletzungen verschiedener Organsysteme, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich sind.

Ohne qualifizierte unfallmedizinische Versorgung würden diese Patienten, die im Fachjargon als polytraumatisiert bezeichnet werden, allesamt binnen kurzer Zeit sterben. Entscheidend für deren Überleben und spätere Lebensqualität sind die schnelle und präzise Diagnose sämtlicher Einzelverletzungen sowie eine optimierte Versorgung nach standardisierten Qualitätsmaßstäben.

Enge Vernetzung

Um die Überlebenschancen dieser besonders schwer verletzten Patienten zu verbessern, haben sich elf regionale Kliniken zum TraumaNetzwerk Südwürttemberg zusammengeschlossen. Die beteiligten Krankenhäuser wurden je nach Größe, Ausstattung und Struktur als lokale, regionale oder überregionale Traumazentren klassifiziert. Lokale Zentren sind die Kliniken Bad Urach, Balingen, Herrenberg, Nagold und Nürtingen, regionale Zentren die Kliniken Calw, Freudenstadt, Reutlingen und Sindelfingen.

Die BG Klinik Tübingen bildet zusammen mit dem Universitätsklinikum Tübingen das überregionale Traumazentrum dieses Verbunds.

In den lokalen Traumazentren erfolgt nach einem weitgehend standardisierten Ablauf zunächst die Erstbehandlung der Unfallopfer. Je nach Verletzungsausprägung und den betroffenen Organsystemen wird der Verletzte nach Stabilisierung seines Allgemeinzustandes entweder ins nächste regionale, bei besonders komplexen Verletzungen auch ins überregionale Traumazentrum verlegt oder im lokalen Zentrum weiterbehandelt.

Der Zusammenschluss im Netzwerk stellt organisatorische und logistische Qualitätskriterien sicher. Zudem wird so eine standardisierte Patientenversorgung nach modernen Erkenntnissen der Traumatologie gewährleistet. Gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen halten alle am Netzwerk beteiligten Akteure auf dem aktuellen Stand der Schwerverletztenversorgung. In Baden-Württemberg sind neun derartige Netzwerke geplant, davon sind drei bisher zertifiziert.

Das TraumaNetzwerk Südwürttemberg ist Teil der bundesweiten Initiative „Traumanetzwerk“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und trägt zur weiteren Optimierung der medizinischen Versorgung von mehrfachverletzten Unfallopfern bei.

Zertifizierung

Die Initiative „TraumaNetzwerk“ wurde 2004 von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ins Leben gerufen, nachdem in einzelnen Regionen Defizite im Bereich der Schwerverletztenversorgung erkannt wurden. Das hieraus entstandene Zertifizierungsverfahren setzt eine Überprüfung jeder Partnerklinik auf Einhaltung der Versorgungsstandards und der erforderlichen strukturellen und personellen Ressourcen voraus.

Danach werden die Netzwerkstrukturen und die gegenseitigen Vertragsbestimmungen durch eine Expertengruppe der Fachgesellschaft bewertet. Die Zertifizierung durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle stellt den erfolgreichen Abschluss des Verfahrens dar.

 

 

 

  Ärztlicher Direktor

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Stöckle

Sekretariat :
Carmen Bigarella
Gabriele Mink

  07071 606-1001   07071 606-1002 sekretariat-aed@bgu-tuebingen.de

  zertifiziertes überregionales Traumazentrum

www.dgu-traumanetzwerk.de