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EAP ist nicht gleich EAP

Die Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP) ist ein maßgeschneidertes Behandlungsverfahren speziell für Rehabilitanden der Gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Die Zugangsvoraussetzungen, Inhalte und Abläufe sind den Leistungserbringern durch die Unfallversicherungsträger detailliert vorgegeben. Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen den Angeboten der einzelnen Anbieter.

„Die EAP hilft, schwere Funktionsstörungen und Leistungsminderungen, insbesondere des Stütz- und Bewegungsapparates, zu beseitigen und beinhaltet neben der Physiotherapie auch die Physikalische Therapie und die Medizinische Trainingstherapie“, erklärt Tina Heinzelmann, Physiotherapeutin B.Sc., und Leiterin des Ambulanten Therapiezentrums der BG Klinik Tübingen. „In der Handlungsanleitung zur EAP haben die Unfallversicherungsträger detaillierte Festlegungen zur Struktur- und Prozessqualität der EAP getroffen. So ist die tägliche Behandlungszeit von den Unfallversicherungsträgern auf mindestens zwei Stunden festgelegt.“ Nur Einrichtungen, die diese Vorgaben erfüllen, werden von den UV-Trägern zur Durchführung der EAP zugelassen. Trotzdem gibt es Unterschiede in den konkreten Therapieangeboten.

„Die Rehabilitanden bekommen in der BG Klinik Tübingen durch die zusätzliche Teilnahme an unseren Therapie-Gruppen mehr Therapieminuten als in der Handlungsanleitung vorgeschrieben“, berichtet Tina Heinzelmann. „Neben unseren Spezial-Trainingsgruppen, beispielsweise für Schulter oder Knie, gibt es noch eine zusätzliche Ausdauer-Trainingsgruppe für EAP-Patienten.“ Darüber hinaus können die EAP-Patienten täglich das hauseigene Bewegungsbad der Klinik nutzen, sei es im Rahmen therapeutisch angeleiteter Gruppenangebote oder zum freien Schwimmen. Des Weiteren haben die EAP-Patienten die Möglichkeit an der regelmäßig stattfindenden EAP-Sprechstunde teilzunehmen. Dort werden sie von einem erfahrenen Rehabilitationsmediziner der Klinik gesehen und beraten. Heinzelmann: „Darüber hinaus stellt der behandelnde Physiotherapeut die aktuelle Therapieentwicklung des Patienten dar. Durch die EAP-Sprechstunde wird ein gemeinsamer Austausch zwischen Patient, Arzt und Therapeut vor Ort ermöglicht.“

Über besondere Expertisen verfügen die Therapeuten der Klinik in den Bereichen Handverletzungen und Prothesenversorgung. Das zur Durchführung der EAP seit kurzem vorgeschriebene Leistungsangebot Ergotherapie hält die BG Klinik als eigene Abteilung vor. Die enge räumliche und fachliche Vernetzung von ambulantem und stationärem Bereich ist ein weiterer Vorteil, vom dem die Tübinger EAP-Patienten profitieren.

Also ist EAP nicht gleich EAP? „Auf gar keinen Fall“, sagt Tina Heinzelmann.

  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Sven Sender

Pressesprecher

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