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FSJ als perfekter Wegweiser

In einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) können junge Menschen sich orientieren und erproben, ob ihre Vorstellungen von einem Beruf mit der Realität übereinstimmen und ob er für sie geeignet wäre. Marissa Tumimbang hat diese Chance genutzt. 

„Viele FSJler wissen nach der Schule noch nicht so genau, was sie beruflich machen könnten. In einem FSJ wollen sie sich deshalb erst einmal orientieren“, erzählt Marissa, während sie eine Blutdruckmanschette anlegt. „Ich habe im FSJ gesehen, dass für mich der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin wirklich mein Traumjob ist.“ Ruhig und kontrolliert führt sie die Blutdruckmessung durch, fast schon wie ein alter Routinier. Seit September 2018 macht sie ein Freiwilliges Soziales Jahr an der BG Klinik Tübingen, die spezialisiert ist auf Menschen mit schweren Verletzungen, z.B. durch einen Berufsunfall. Mit modernsten medizinischen Verfahren werden sie wiederhergestellt. So ist das FSJ für Marissa durchaus fordernd und anspruchsvoll. „Zuerst war es für mich schon schwer, diese Schicksale so hautnah zu erleben“, berichtet sie von ihren Anfängen. „Inzwischen verkrafte ich das aber ganz gut. Vor allem, weil ich sehe, wie meine Arbeit dazu beiträgt, diesen Menschen zu helfen. Das gibt mir sehr viel.“

Die Erfahrungen, die Marissa in wenigen Monaten sammeln konnte, hat sie für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin so begeistert, dass sie ab Oktober 2019 in der BG Klinik eine Ausbildung beginnt: „Das FSJ war für mich eine perfekte Vorbereitung darauf. Auch weil ich dadurch viel von der Fachsprache gelernt habe.“ Die 23-Jährige ist erst seit neun Monaten in Deutschland. In ihrer Heimat, den Philippinen, hat sie einen Bachelor als Medizinisch-Technische Assistentin gemacht.

„Marissa Tumimbang ist ein gutes Beispiel, wie junge Migranten den Fachkräftemangel vor allem auch in Pflegeberufen lindern können“, betont Stefanie Wirth, die in der BG Klinik für die FSJler und die Helfer des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) verantwortlich ist. „Mit ihren im FSJ verbesserten Sprachkenntnissen bringt sie beste Voraussetzungen mit, um in Deutschland eine erfolgreiche Ausbildung zu beginnen.“

Interessierten jungen Menschen stehen an der BG Klinik Tübingen FSJ- und BFD-Plätze zur Verfügung. Dabei können sie in die verschiedensten beruflichen Bereiche hineinschnuppern, z.B. Pflegedienst, Verwaltung, Ergotherapie, Physiotherapie, aber auch in die Radiologie und in technische Berufe wie Elektriker. Bei Medizinstudenten und Auszubildenden in der Physiotherapie kann das FSJ und auch der BFD auf das Pflichtpraktikum angerechnet werden. Ein FSJ muss nicht zwangsläufig über ein ganzes Jahr gehen, auch ein halbes Jahr ist möglich. Wer älter als 27 ist, kann zwar keine FSJ-Stelle antreten, sich stattdessen aber im Bundesfreiwilligendienst engagieren. „Eine Bewerbung ist das ganze Jahr hindurch möglich“, so Stefanie Wirth. „Für 2019/2020  sind noch Stellen frei“.

Marissa Tumimbang fühlt sich in der BG Klinik sehr wohl: „Die Kollegen sind sehr nett, und es herrscht eine tolle Arbeitsatmosphäre. Ich freue mich über das kostenlose und hervorragende Mittagessen, zu dem ich mich jeden Tag mit meinen FSJ-Kollegen in der Mitarbeiterkantine treffe.“

  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Petra Speicher

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