Stationäre Rehabilitation

Stationäre Rehabilitation

Berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung (BGSW)

Die BGSW umfasst eine rein rehabilitative Behandlung. Sie ist als Regelverfahren nach bestimmten Verletzungsmustern zu sehen. Der Patient erhält über mehrere Stunden pro Tag intensive Physio-, Ergo-, Balneo und Sporttherapie. Ferner sind Gruppentherapien, Gangschulungen sowie muskuläres Aufbautraining Bestandteil dieser Maßnahme.

Komplexe stationäre Rehabilitation (KSR)

Die komplexe stationäre Rehabilitation ist für Versicherte mit einem vermehrten Therapiebedarf vorgesehen. Durch die KSR kann insbesondere auch die Versorgungslücke nach der Akutbehandlung, bei noch nicht bestehender Reha-Fähigkeit der Versicherten geschlossen werden (früher FSW). Dies trifft z. B. Versicherte in der direkten postakuten Phase mit einem Früh Reha Barthel Index ≤ 65, wie er meist z. B. bei polytraumatisierten Patienten (z. B. im SAV) nach der Akutbehandlung vorliegt. Zum anderen ist die KSR für Patienten mit erhöhtem rehabilitativen Therapiebedarf oder bei komplikationsbehafteten Heilungsverläufen vorgesehen, wo eine vermehrte Steuerung im Rahmen des Reha-Managements notwendig ist. Begleitend zu den vermehrten rehabilitativen Maßnahmen kann, je nach Notwendigkeit, die gesamte Palette einer umfassenden Diagnostik durchgeführt werden. Ebenso profitieren Unfallverletzte mit komplexen Ko-Faktoren durch die Einbindung verschiedener Berufsgruppen, wie Schmerztherapeuten und Psychologen, in die Therapie im Rahmen einer KSR-Maßnahme.
Hierzu stehen dem Patienten ein kompetentes Team aus Therapeuten und Ärzten zur Verfügung, die sich durch tägliche Konferenzen über den Heilungsverlauf austauschen. Die KSR verbindet eine große therapeutische Kompetenz in der Trauma Rehabilitation mit einer hohen diagnostischen Qualität und bietet eine enge Verzahnung mit dem Reha-Management der UV-Träger.

Tätigkeitsorientierte Rehabilitation (TOR)

In der Tätigkeitsorientierten Rehabilitation bieten wir den Versicherten eine realitätsnahe, am arbeitsplatzorientierte Rehabilitationsmaßnahme an. Funktionelle Defizite, die einer beruflichen Reintegration entgegenstehen, werden gezielt behandelt. Hierzu werden die einzelnen Arbeitsplätze individuell durch speziell ausgebildete Ergotherapeuten nachgestellt, um so eine realistische Arbeitssituation
und -belastung zu erzeugen. Besondere Anforderungen am Arbeitsplatz können so vor der Wiederaufnahme der Tätigkeit nach einem Arbeitsunfall gezielt geübt werden.

Stationäre Schmerzmedizin

Für die differenzierte Therapie chronischer Schmerzen nach Unfällen und Operationen stehen in der BG Klinik Tübingen in der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerzmedizin sechs stationäre Betten zur Verfügung. Dort betreut ein interdisziplinäres Team aus Schmerzmedizinern (speziell in der Schmerzmedizin ausgebildeten Ärzten), Psychologen, Pflegekräften (Pain Nurses), Physio- und Ergotherapeuten die chronisch schmerzkranken Patienten. Nach der genauen Diagnose wird für jeden einzelnen Patienten eine spezielle und geeignete Therapie konzipiert. Die auf die Patienten zugeschnittenen multimodalen Therapiekonzepte berücksichtigen nicht nur körperliche, sondern auch seelische und soziale Faktoren (bio-psycho-soziales Schmerzmodell).

  Leitender Arzt

Dr. med. Bernd Hofbauer

Sekretariat :
Melanie Wagner

  07071 606-1538   07071 606-1539 mwagner@bgu-tuebingen.de

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